Deutliches Ja zum Eissportzentrum

Ringgenberg

Mit ihrem Ja zur Umwandlung des Darlehen sin Aktienkapital hat die Gemeindeversammlung Ringgenberg klargemacht, dass sie zur geplanten neuen Trägerschaft des Eissportzentrums Bödeli steht. Sämtliche Geschäfte gingen diskussionslos über die Bühne.

Ringgenberg will sich am Aktienkapital der neuen Trägerschaft des Eissportzentrums Bödeli (Bild) beteiligen.

Ringgenberg will sich am Aktienkapital der neuen Trägerschaft des Eissportzentrums Bödeli (Bild) beteiligen.

(Bild: Christoph Buchs)

2 der 82 Stimmberechtigten stimmten an der Gemeindeversammlung vom Freitagabend in der Mehrzweckhalle Ringgenberg gegen die beantragte finanzielle Beteiligung an der neuen Trägerschaft des Eissport­zentrums Bödeli, welches künftig ­Regionales Eissportzentrum Jungfrau AG heisst. Mit dem grossmehrheitlichen Ja wird das Darlehen von 91 250 Franken – 1750 Franken sind zusätzlich noch zu zahlen – in Aktienkapital der neuen Trägerschaft um­gewandelt.

Mit dem Entscheid des Souveräns ist dem Gemeinderat der Auftrag erteilt worden, den Gesellschaftsvertrag abzuschliessen. Ferner leistet die Gemeinde Ringgenberg künftig einen wiederkehrenden Betrag für Betrieb und Werterhalt von 24 900 Franken ans neue Regionale Eissportzentrum Jungfrau. Ringgenberg war die erste von acht Gemeinden, in welcher über eine Beteiligung an der neuen Trägerschaft des Eissportzentrums abgestimmt worden war.

Ja zu defizitärem Budget

Einstimmig und diskussionslos nahm der Souverän das Budget fürs kommende Jahr an, welches im Gesamthaushalt ein Defizit von 714 000 Franken vorsieht. Finanzvorsteher und Gemeinde­vizepräsident Manuel Scheller wies darauf hin, dass auch in den kommenden Jahren defizitäre Budgets zu erwarten sind, diese jedoch allesamt durchs Eigen­kapital gedeckt werden können. Letzteres soll Ende nächsten Jahres 2,8 Millionen Franken betragen. Investitionen sind im Umfang von rund 2,1 Millionen Franken vorgesehen.

Auch einstimmig und ohne Wortmeldungen winkten die Versammlungsteilnehmer den 990 000-Franken-Kredit für die Sanierung der Dorfgasse in Goldswil durch. Diese soll in zwei Etappen durchgeführt werden. Auch gegen den Abbruch der Kindergartenbaracke Ränkli und die Realisierung eines Neubaus hatten die Bürger nichts einzuwenden und genehmigten den Kredit von 650 000 Franken einstimmig. Zusammen mit den anderen beiden Kindergärten wird künftig insgesamt für 66 Kindergärteler Platz sein.

Auch ohne Gegenstimme wurde die Änderung der Überbauungsordnung Rehapflegeklinik Eden genehmigt. Zuvor hatte Gemeinderat Kilian Steiner unter anderem die geplanten baulichen Veränderungen der Klinik dargelegt und gleichzeitig auf die Vorgaben des Kantons Bern an diesen Klinikbetrieb hinge­wiesen.

Forstwesen neu organisieren

Gemeinderätin Iris Wittwer orientierte über die Zukunft des Forstwesens in der Gemeinde. «Tatsache ist, dass die jetzige Betriebsfläche von 90 Hektaren Wald der Einwohnergemeinde zu klein ist für einen zukunftsfähigen Forstbetrieb», sagte Wittwer und legte dar, wie die künftige Trägerschaft aussehen könnte. So sollen Einwohner- und ­Burgergemeinde Ringgenberg-Goldswil zusammen mit den Burgergemeinden Bönigen, Unterseen und Interlaken eine neue Betriebsstruktur bilden – beraten von erfahrenen Fachkräften. Entscheide seien bis anhin noch keine gefällt worden, und man werde «zu gegebener Zeit» wieder orientieren.

Gemeindepräsident Samuel Zurbuchen liess das Jahr Revue passieren. Er sprach von Erfreulichem (Einweihung Kirchenruine Goldswil, Teilsanierung Pilgerweg/Schürmatta-Haus), aber wies auch auf negative, traurige Ereignisse (Tod Ueli Steck, Brand im Mai in Niederried mit Einsatz der gemeinsamen Feuerwehr) hin.

Berner Oberländer

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