Der See, der durch einen Bergsturz entstand

Kandersteg

In einer einzigartigen Arena zwischen dem Dünden- und dem Fründenhorn liegt der Oeschinensee – ein gut einen Quadratkilometer grosser, 56 Meter tiefer Bergsee.

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«Ist der Blausee höchst sehenswert, so ist es der Oeschinensee unstreitig in noch viel höherem Grade. Und niemand, der bei günstigem Wetter von Kandersteg das Gestade desselben besucht hat, wird es je bereuen.» So beginnt das Kapitel über den Oeschinensee im Heimatbuch «Das Frutigland».

Schon früh wurde der Bergsee auf 1580 Meter Meereshöhe vom Fremdenverkehr entdeckt. 1892 errichtete David Wandfluh am See eine Kaffeewirtschaft mit Heulager, bewirtete Wanderer und führte sie auch zu einer Kahnfahrt über den idyllischen See. Heute wird das Berghotel Oeschinensee in fünfter Generation von der Familie Wandfluh betrieben.

So entstand der Oeschinensee

Vor geschätzten 8000 Jahren haben sich in Kandersteg grosse Felsstürze ereignet, so auch von der Birre und vom Fislisstock. Der riesige Bergsturz von der Birre muss das Talbecken von Kandersteg durch eine gewaltige Talsperre abgeriegelt haben, hinter der die Kander und der Oeschinenbach zu einem See aufgestaut wurden, bis ein mächtiger Murgang das Tal wieder geöffnet hat.

Auch der Oeschinensee ist durch einen Bergsturz entstanden. Dabei haben die am Doldenhorn auf 2100 Höhenmetern abgebrochenen Schuttmassen mit einem Volumen von weit über hundert Millionen Kubikmetern einen natürlichen Staudamm gebildet. Das Felsmaterial ist bis heute wasserdurchlässig, weshalb der Oeschinensee unterirdisch entwässert wird.

Berner Oberländer

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