Der Rückzug des «Obergletschers» in Bildern

1965 reichte der Obere Grindelwaldgletscher noch bis weit in den Gletschersand hinunter. Heute ist vom Gletscher weit und breit nichts mehr zu sehen.

  • loading indicator

50 Jahre trennen diese beiden Bilder, die auf dem Parkplatz des Hotels Blümlisalp entstanden. 1965 reichte der Obere Grindelwaldgletscher noch bis weit in den Gletschersand hinunter. Unter der Bildmitte ist der Hehlischopf zu sehen, auf welchen bis vor 3 Jahren noch eine touristische Holztreppe mit 890 Stufen führte.

Heute steht die auf dem Schwarzweissfoto im Vordergrund zu sehende Scheune nicht mehr, und vom Gletscher ist weit und breit nichts mehr zu sehen. Dies nicht etwa wegen der während des letzten halben Jahrhunderts gewachsenen Tannen, welche den markanten Plateaufelsen mit dem Namen Hehlischopf vollständig verdecken.

Nein, der Gletscher hat sich vor einem Dutzend Jahren beim Unteren Wächsel «um die Ecke» verabschiedet und sich bis zum heutigen Tag bis hinter den Oberen Wächsel zurückgezogen.

Auch schlimm, wenn auch noch nicht ganz so dramatisch wie in Grindelwald unten sieht es um den «Obergletscher» bei der SAC-Glecksteinhütte auf 2317 Meter über Meer aus.

Und doch: Vor 50 Jahren konnte man von der Glecksteinhütte fast direkt auf den Gletscher und weiter Richtung Mühlebach steigen. Immerhin: Als einziger der 18 durch das Gletschermessnetz Glamos beobachteten Gletscher im Berner Oberland stiess der Obere Grindelwaldgletscher letztes Jahr vor – um zwei Meter.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt