Interlaken

«Der Mix bringt den Erfolg»

InterlakenDie 16. Ausgabe des Alpensymposiums beginnt am kommenden Dienstag im Grand Hotel Victoria-Jungfrau. Als Talk-Gast nimmt auch Schilthornbahn-Direktor Christoph Egger teil.

Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahn, vor dem Oberländer Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau.

Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahn, vor dem Oberländer Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Bild: PD

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«Der Skyline Walk auf der Station Birg war ursprünglich als halbmondförmige Aussichtsplattform geplant», sagt Schilthornbahn-Direktor Christoph Egger. Nach Gesprächen mit den Umweltverbänden hat das Bahnunternehmen laut Egger das Projekt abgeändert, und heute steht für die Gäste eine rechteckige Baute zur Benutzung bereit.

«Wir können sehr gut mit dem doppelt so grossen wie ursprünglich vorgesehenen neuen Skyline Walk leben», erklärt Egger das Resultat, das als Ergebnis eines ausgeführten «Plan B» bezeichnet werden kann. Letzteres ist mit dem Zusatz «Herausforderung Zukunft. Mutige Lösungen» das Motto des Dialogs am 16. Alpensymposium vom kommenden Dienstag und Mittwoch in Interlaken (siehe Kasten).

Herausforderungen für Bahn

Der Direktor des Oberländer Bergbahnunternehmens wird anlässlich des Talks am Eröffnungstag unter anderem zu den Herausforderungen in der Bergbahnbranche Fakten und Meinungen präsentieren. «Einen Punkt, den ich ansprechen werde, ist sicher die zunehmende Schwierigkeit, in der Region ausgewiesene Fachkräfte für unsere Branche zu rekrutieren», sagt Egger und schiebt nach, dass auch die «demografischen Gegebenheiten eine grosse Herausforderung darstellen und über kurz oder lang man bezüglich der Gästebeförderung an die Kapazitätsgrenzen stösst».

Um auch künftig Erfolg zu haben, weiss Egger, dass «das jährliche Präsentieren von Neuheiten» nur eine von vielen Lösungen darstellt. «Ein eigentliches Geheimrezept, damit Jahr für Jahr der Umsatz steigt und die Frequenzen stetig zunehmen, habe auch ich nicht», sagt Egger und ist überzeugt, dass ein «Mix aus verschiedenen Massnahmen» den Erfolg bringt.

Neben dem Schilthornbahn-Direktor diskutieren am kommenden Dienstagnachmittag im Grand Hotel Victoria-Jungfrau gemäss Programm die CEO Olaf Swantee (Sunrise), Marc Steinkat (Commerzbank Schweiz) und Viktor Calabrò ­(Coople, digitale Plattform für Arbeitsplätze).

Geleitet wird die Gesprächsrunde von Alpensymposium- und Ex-TV-Moderator Stephan Klapproth. (Berner Oberländer)

Erstellt: 14.01.2018, 09:08 Uhr

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Deutsche Politiker, Berner Professorin und ein Rocksänger

Der Pfarrer und ehemalige deutsche Bundespräsident Joachim Gauck, der Iron-Maiden-Sänger, Berufspilot und Unternehmer Bruce Dickinson und der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück: Dies sind von der Vielzahl der Referenten am 16. Alpensymposium nur deren drei, die Symposiumgründer und -organisator Oliver Stoldt für den 16. und 17. Januar ins Grand Hotel Victoria-Jungfrau nach Interlaken eingeladen hat.


Joachim Gauck, Alt-Bundes­präsident (D). Bild: Keystone

Gauck, Dickinson und Steinbrück sollen unter dem Symposiummotto «Plan B» gemäss der Ausschreibung «nach dem Ausgang der deutschen Wahlen, rund um den französischen Präsidenten, um Brexit und den US-Präsidenten eine Prognose für 2018 ziehen».


Bruce Dickinson, Sänger von Iron Maiden. Bild: PD

Weiter wird der im Kanton Zürich und in Grindelwald lebende Stoldt auch eine Bernerin als Referentin ansagen können: Kathrin Altwegg. Die Professorin für Weltraumforschung und Planetologie soll «den Blick von unten nach oben schärfen», unter anderem mit der Kometensonde Rosetta und dem mitfliegenden Massenspektrometer Rosina. Eine «jugendliche Interpretation» macht der 20-jährige Felix Finkbeiner, der sich in jedem Land der Erde eine Million neue Bäume wünscht. Wirtschaftsphilosoph Anders Indset stellt seine neue Sichtweise auf die «Kunst des Denkens» vor. Die «Kunst des guten Lebens» wird von Philosoph und Betriebswirtschafter Rolf Dobelli präsentiert.

Auf unterschiedliche Art und Weise werden auch weitere Referenten ihren Plan B darlegen. So auch Schauspieler und Schriftsteller Samuel Koch, der nach seinem Unfall in der TV-Sendung «Wetten, dass..?» überzeugt ist, dass das «Leben weiter geht, als man denkt».

An beiden Tagen werden insgesamt 950 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.

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