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Der Gauligletscher gibt weitere Flugzeugteile frei

Immer mehr Wrackteile des vor 72 Jahren abgestürzten US-Militärflugzeugs Dakota kommen auf dem Gauligletscher zum Vorschein.

Tragflächen, Höhenruder, Querruder, Propeller, Motorenteile: In den letzten Tagen hat der Gauligletscher weitere Trümmerteile vom Absturz der Dakota  C-53 freigegeben.
Tragflächen, Höhenruder, Querruder, Propeller, Motorenteile: In den letzten Tagen hat der Gauligletscher weitere Trümmerteile vom Absturz der Dakota C-53 freigegeben.
Screenshot/Schweiz aktuell
Das amerikanische Militärfahrzeug ist vor 72 Jahren über dem Gletscher abgestürzt.
Das amerikanische Militärfahrzeug ist vor 72 Jahren über dem Gletscher abgestürzt.
Screenshot/Schweiz aktuell
Was weiter mit den Flugzeugteilen passiert, ist noch nicht klar.
Was weiter mit den Flugzeugteilen passiert, ist noch nicht klar.
Screenshot/Schweiz aktuell
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Tragflächen, Höhenruder, Querruder, Propeller, Motorenteile: In den letzten Tagen hat der Gauligletscher einige weitere Trümmerteile vom Absturz der Dakota C-53 freigegeben. Der Aviatikexperte Peter Brotschi nahm am Donnerstag am Fundort einen Augenschein, begleitet vom Bergführer Roland Frutiger, der auch als Gemeindepräsident von Meiringen amtet.

Der Solothurner Aviatik-Journalist zeigt sich fasziniert vom neusten Fund und der damit verbundenen Zeitreise der Dakota am Gauligletscher. Gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF sagt er: «Es war die unwahrscheinlichste Story in der weltweiten Luftfahrtgeschichte, dass ein Reiseflugzeug mit einer Geschwindigkeit von 280 Stundenkilometern im Gelände aufstrandet und niemandem etwas passiert.»

Was geschieht mit den Teilen?

Die in den letzten sechs Jahren nach und nach zum Vorschein gekommenen Wrackteile liegen auf 2500 Meter über Meer, also 850 Höhenmeter tiefer unten, und rund 3,5 Kilometer vom Unfallort entfernt. Dies zeigt, dass der Eisstrom des Gauligletschers pro Jahr 50 Meter Tal abwärts fliesst.

Für den Zürcher ETH-Glaziologen Andreas Bauer, der sich schon lange mit der verschwundenen Dakota beschäftigt, sind diese 50 Meter jedoch kein realistischer Durchschnittswert. «Die Berechnung der Fliessgeschwindigkeit des Flugzeugwracks ist eine extrem komplexe Angelegenheit, die weitgehend von der Geometrie des Gletschers abhängt.»

Die vielen gefundenen Flügelteile decken sich nicht mit Bauders Überlegungen. «Ich vermute den Rumpf des Flugzeugs einiges weiter oben als den Fundort dieser Teile, und dass letztere damals bei den Bergungsarbeiten vom Rumpf entfernt worden sind. Wir machten in den letzten Jahren Radarmessungen, um die Eisdicke zu bestimmen, die aber keine Anhaltspunkte über den Verbleib des Flugzeugs lieferten.»

Was mit den aufgefundenen Teilen passiert, ist noch unklar. Der Innertkircher Gemeindepräsident Walter Brog kann dazu momentan nichts sagen, stellt aber für nächste Woche eine Sitzung mit Vertretern des Kantons und der Armee in Aussicht. «Nach Regelung der Sachlage werden wir die Öffentlichkeit informieren.»

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