Der Friedhof wird besucherfreundlicher

Grindelwald

Die Friedhofsanierung und ein Carparkplatz waren an der Gemeinderversammlung Grindelwald umstritten.

Anstelle der Friedhofsmauer soll eine Urnenwand entstehen. Foto: agg

Anstelle der Friedhofsmauer soll eine Urnenwand entstehen. Foto: agg

Desolat seien die Zustände auf dem Friedhof nicht, fand eine Votantin an der Gemeindeversammlung von Freitagabend. Gemeinderat Urs Zumbrunn erläuterte, wofür der 460'000-Franken-Sanierungskredit dennoch nötig sei. 129'000 Franken kostet allein eine neue Stützmauer.

Ein Augenschein zeigts: Die alte ist schön gemauert, aber die Natur erobert sie zurück, wie auch die holprig gewordenen Wege. Bei der Stützmauer soll, neu für Grindelwald, eine Urnenwand realisiert werden. Treppenlift, Orientierungstafeln, Lautsprecheranlage und Beleuchtung machen den Friedhof besucherfreundlicher.

Die Kosten wurden kritisiert, etwa jene für die Beleuchtung. Der Kredit wurde schliesslich mit 56 zu15 Stimmen bewilligt.

Ist das Gemeindesache?

Auch umstritten war der Bau eines Nachtparkplatzes für Reisecars. Wegen des Baus der V-Bahn fehlt ein solcher. Von 2019 bis 2021 entsteht jetzt in der Ortweid für 145'000 Franken Platz für neun Cars. Diskutiert wurde, ob dies eine Gemeindeaufgabe sei und ob alle Möglichkeiten auf bestehenden Parkplätzen ausgeschöpft worden seien. Der Kredit wurde mit 44 zu 30 Stimmen ange­nommen.

Ein Lift am Heimatmuseum

Alle andern Geschäfte erhielten kaum Gegenstimmen. An der Westseite des Heimatmuseums wird für 141'000 Franken ein Aussenlift angebaut. Das Sportzen­trum erhält ab 2020 jährlich einen Betriebsbeitrag von 70'000 statt wie bisher 30'000 Franken.

Die Erneuerung der Elektro- und Steuerungsanlagen der ARA kann für 145'000 Franken geplant werden. Die Turnhalle-Graben-Zone wird wegen einer Einsprache leicht geändert. Der Gemeinderat kann auf eine Abgabe für fehlende Parkplätze verzichten, wenn sie einen Härtefall bedeutet.

Der Höchstsatz der Ersatz­abgabe bei der Feuerwehr wird auf 450 Franken festgelegt. Der Übertritt von der Jugendfeuerwehr wird erleichtert. Grindelwald hat ab Herbst 2019 eine ständige Abstimmungs- und Wahlkommission, die entschädigt und vom Gemeinderat gewählt wird.

Zurück zum Planungsstart gehts für die Wasserversorgung Burglauenen, nachdem Gündlischwand den Gemeindeverband Schwarze Lütschine abgelehnt hat. Verbandsbeitritt und 1,47-Mil­lionen-Bau der Zufahrtsstrasse zum Reservoirneubau wurden von der Traktandenliste gestrichen.

Dank des guten Abschlusses im allgemeinen Haushalt kann Grindelwald 1,25 Millionen Franken in die Vorfinanzierung neue Turnhalle einlegen. Zusätzlich werden 546'600 Franken abgeschrieben, sodass der steuerfinanzierte Teil der Gesamtrechnung 2018 ausgeglichen ist. Wasser und Abwasser sind derweil defizitär, und die 91 Stimmberechtigten hatten deshalb ein Gesamtergebnis von minus 535'860 Franken zu genehmigen.

Der Bestand der Spezialfinanzierung Ewap-Auskäufe hat abgenommen, weil im Gesundheitszentrum Wohnraum finanziert wurde. Investiert hat die Gemeinde netto 8 Millionen Franken. Von den 63,73 Millionen Franken in der Bilanz sind 34,5 Millionen Fremdmittel. Der erneuerte Bär-Platz kostete die Gemeinde gut zwei Millionen Franken.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt