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«Der Abbau würde eine kantonale Konzession voraussetzen»

Regierungsrat Christoph Neuhaus erklärt, weshalb die Berner Regierung den unter­irdischen Abbau von Hartgestein ermöglichen will und weshalb dies nicht automatisch einen Abbau am Rugen zur Folge haben wird.

Christoph Neuhaus Vorsteher Bau-, Verkehrs- und Energie­direktion.

Christoph Neuhaus Vorsteher Bau-, Verkehrs- und Energie­direktion.

Samuel Günter@samuel_guenter

Soll die Änderung des BRG den unterirdischen Abbau von Schotter am Rugen ermög­lichen?Christoph Neuhaus: Die Änderung des BRG soll den unterirdischen Abbau von Gesteinen regeln, analog zur Gewinnung von Metall­erzen, energetischen Rohstoffen und Edelsteinen. Hartgestein wie Kieselkalk, aus welchem Hartschotter hergestellt wird, wäre ein solches Gestein, dessen Abbau neu einer kantonalen Konzession bedürfte. Kieselkalk ist in der nördlichen Alpenkette weit verbreitet, erschliessbare Abbaugebiete wie im Gebiet Rugen (potenziell) oder Balmholz (bestehend) hingegen viel weniger. Beim unterirdischen Abbau von mineralischen Rohstoffen können Nutzungskonflikte an der Oberfläche vermieden werden, Orts- und Landschaftsbild bleiben weitestgehend unberührt. Sonst gibt es ja heute oft grosse Widerstände, obwohl wir in unserer Wirtschaft auf diese Rohstoffe angewiesen sind.

Berner Zeitung

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