Den Gletscher weiter nutzen

Lenk

In den letzten Jahrzehnten ist der Gletscher Plaine ­Morte zwischen Lenk und Crans-Montana stark geschmolzen. Auf Walliser Seiteplant man deshalb Erschliessungsmassnahmen.

Blick Richtung Gletscherhorn und Lenk:?Anlässlich einer Begehung zu den geplanten touristischen Massnahmen machte sich Bauverwalter Jakob Trachsel letzten Sommer ein Bild des Skiliftes Glacier II im teilweise eisfreien Gelände.

Blick Richtung Gletscherhorn und Lenk:?Anlässlich einer Begehung zu den geplanten touristischen Massnahmen machte sich Bauverwalter Jakob Trachsel letzten Sommer ein Bild des Skiliftes Glacier II im teilweise eisfreien Gelände.

(Bild: zvg/Jakob Trachsel)

Die Veränderungen des Gletschers Plaine Morte in den vergangenen Jahrzehnten haben sich auch im Bereich der touristischen Nutzung auf der Walliser Seite negativ ausgewirkt. Seit bald 50 Jahren betreibt die Unternehmung Remontées Mécaniques de Crans-Montana-Aminona SA zwei auf den Gletscher montierte Skilifte. Einer davon musste schon länger eingestellt werden.

Das Lifttrassee und der Betrieb des zweiten Skiliftes Glacier II kann im eisfreien Fels und Felsschutt nur mit grossem Aufwand sichergestellt werden. Die Bergstation befindet sich auf der Kantonsgrenze zwischen Bern und Wallis auf fast 3000 Metern über Meer. Sie ist über die Gondelbahn und mit der luftigen Gletscherbahn Funitel aus der Station Les Violettes erreichbar. Zur touristischen Erschliessung und weiteren Nutzung des Walliser Ganzjahresskisport- und Wandergebietes auf dem Gletscher ist nahe der nationalen Wetterradarstation «Pointe de la Plaine Morte» eine bodenunabhängige Verbindung hinunter auf den Gletscher vorgesehen.

Diese Nahtstelle ist als Sesselbahn mit zwei Kabinengruppen geplant und wird den noch bestehenden Skilift Glacier II ersetzen. Für die bereits zurückgebaute Anlage Glacier I im Gebiet des Tothorn sind zwei Skilifte vorgesehen. Die beiden gegen fünf Hektaren grossen Skipistenloipen sollen künstlich beschneit werden. Zudem sind Fusswege für die Bergwanderer vorgesehen sowie ein kurzer Schräglift als Verbindung ins Gebiet der beiden Skilifte.

Bewilligung absehbar

Das von Crans-Montana touristisch genutzte Gebiet liegt im regionalen Landschaftsschutzgebiet der Gemeinde Lenk. Dem angepassten Landschaftsrichtplan ist zu entnehmen, dass für die Errichtung von Bauten und Anlagen stets Ausnahmebewilligungen erforderlich sind. «Durch die Kantonsgrenze Bern-Wallis hat die Mitwirkungsauflage speziellen Charakter.

Mit der aufliegenden Überbauungsordnung mit den integrierten Änderungen und Ergänzungen wird die raumplanerische Vorgabe zur Weiternutzung des langjährigen Tourismusgebietes geschaffen», sagtJakob Trachsel, der Lenker Bauverwalter. Auch wird darin den veränderten, landschaftlichen Gegebenheiten am Südrand der Plaine Morte Beachtung geschenkt.

Nach Bereinigung durch die verschiedenen Fachstellen — unter anderen das Berner Amt für Gemeinden und Raumordnung – liegt die Überbauungsordnung «Skigebiet Plaine Morte» im Dezember 2016 der ordentlichen Lenker Gemeindeversammlung vor.

Für die Ergänzungen im regionalen Beschneiungsrichtplan ist die Geschäftsleitung der Bergregion Obersimmental-Saanenland zuständig. Bis 14. März liegen die Unterlagen zur Überbauungsordnung und zum Beschneiungsrichtplan «Skigebiet Plaine Morte» zur öffentlichen Mitwirkung bei der Bauverwaltung Lenk auf.

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