Defizit: Sponsoren für Nordic Arena gesucht

Kandersteg

Das Nationale Nordische Skizentrum in Kandersteg budgetiert ein Defizit. Geldgeber werden gesucht.

Blick in die Nordic Arena (Archivbild).

Blick in die Nordic Arena (Archivbild).

(Bild: Hans Rudolf Schneider)

«Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, müssen die Personalaufwendungen auf ein Minimum beschränkt werden. Zur Aufrechterhaltung des Betriebs bedarf es vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter und die grosse Mithilfe von Alt-Bundesrat Adolf Ogi.»

Dies sagte Karl Bieri, Präsident der Genossenschaft Nationales Nordisches Skizentrum Kandersteg (NNSK) am Montag an der Generalversammlung in der Nordic Arena.

Verschiedene Trainings

Bieri, mit Applaus in seinem Amt als Verwaltungsratspräsident des NNSK bestätigt, leitete die Versammlung und blickte auf das letzte Geschäftsjahr zurück. Dabei sei die zugesprochene Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026 in Sion ein kurzfristiger Höhepunkt gewesen, wobei die Nordic Arena von der vorherrschenden Medienpräsenz profitierte. Die Sommertrainings von verschiedenen A-Mannschaften, auch vom Deutschen Skiverband, war die Folge davon.

Für Bieri ist es aber ein kleiner Wermutstropfen, dass «wir auf einer finanziell dünnen Eisdecke unterwegs sind».

Darlehen erlassen

Die Jahresrechnung des vergangenen Jahres schliesst bei einem Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen von 319 000 Franken mit einem Gewinn von 37500 Franken ab. Dank eines Darlehenerlasses von 150 000 Franken konnten die Probleme bezüglich des Genossenschaftskapitals gelöst werden. Trotz verschiedener Zusatzprojekte und -ausgaben konnte das letztjährige Budget eingehalten werden.

Die Fähigkeit des NNSK zur Unternehmungsfortführung hänge davon ab, ob ihr die entsprechende Mittelbeschaffung gelinge und der Betrieb der Sprungschanzen mit neuen Geldgebern sichergestellt werden könne.

10000 Franken Defizit

Das Budget 2019/20 sieht bei einem Nettoerlös von 284500 Franken ein negatives Jahresergebnis von 9900 Franken vor. Dabei wird erneut auf ein Darlehen von 50000 Franken verzichtet, trotzdem werden wiederum 100000 Franken abgeschrieben.

Präsident Bieri informierte dazu, dass sich die Raiffeisenbank und Rehau Matten aus dem Sponsoring zurückgezogen haben, dafür konnte mit der Migros eine neue Vereinbarung abgeschlossen werden. Mit einer Unternehmergruppe steht der Verwaltungsrat für ein mehrjähriges Engagement in Verhandlungen. Swiss Ski bezahlt keine eigentlichen Beiträge an das NNSK. Der Verband hat 200000 Franken vorfinanziert; von diesem Beitrag werden die Benutzungsgebühren der Swiss-Ski-Athleten laufend in Abzug gebracht.

Karl Bieri betonte, dass der Betrieb der Schanze HS106 sehr teuer sei. «Sie wird darum nur dann bereitgestellt, wenn entsprechende Wettkämpfe stattfinden», schloss Bieri.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt