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«Das Wissen steht nicht im Zentrum»

Heuer feiert das Bildungszentrum Interlaken (BZI) sein 125-Jahr-Jubiläum. Seit 1998 steht Urs Burri dem Institut vor. Er erklärt, welchen Stellenwert heute die Berufsbildung hat und was er von der Jugend von heute erwartet.

Urs Burri ist seit 18 Jahren Rektor des Bildungszentrums Interlaken. Das Ziel des Instituts sei es, die Jugendlichen arbeitsmarktfähig zu machen. Dabei stehe nicht das Wissen, sondern das Können im Zentrum.
Urs Burri ist seit 18 Jahren Rektor des Bildungszentrums Interlaken. Das Ziel des Instituts sei es, die Jugendlichen arbeitsmarktfähig zu machen. Dabei stehe nicht das Wissen, sondern das Können im Zentrum.
Bruno Petroni

Seit 18 Jahren stehen Sie dem BZI vor. Was hat sich in dieser Zeit geändert?Urs Burri:Der Stellenwert der Berufsbildung hat sich in der Gesellschaft verändert und ist markant gestiegen.

Weshalb?Das hat mit bildungspolitischen Reformen zu tun, die zur Attraktivität der Berufsbildung beigetragen haben. Die Einführung der Berufsmaturität, die Unterstellung der Ausbildung im Gesundheits- und Landwirtschaftsbereich unter das Berufsbildungsgesetz mit der Anrechenbarkeit der Bildungsabschlüsse bei einer Zweitausbildung eröffnen den Jugendlichen neue Perspektiven. Eine Lehre führt nicht mehr, wie es früher die Auffassung war, beruflich in eine Sackgasse ohne Aufstiegschancen. Das aner­kannte schweizerische Berufsbildungssystem bietet für jede praktische Tätigkeit einen Diplomabschluss, der Weiterbildungen und Berufswechsel ermöglicht.

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