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Das war der Mensch Ueli Steck

Kaum ein anderer käme auf die Idee, eine Buchvernissage mitten in der Eigernordwand zu organisieren: Der in Nepal tödlich verunglückte Ueli Steck war eben ein bisschen anders. Ein Blick zurück aus etwas anderer Perspektive.

Das «Hireli» (roter Pfeil) könnte den Namen von Ueli Steck tragen.
Das «Hireli» (roter Pfeil) könnte den Namen von Ueli Steck tragen.
Bruno Petroni
Das Hörnli befindet sich an der Ostflanke des Eigers
Das Hörnli befindet sich an der Ostflanke des Eigers
Fritz Lehmann
Letztes Berglauftraining am Harder vor dem Abflug vor vier Wochen: Entspannte Plauderei beim Affenzahn von fast 20 Höhenmetern pro Minute.
Letztes Berglauftraining am Harder vor dem Abflug vor vier Wochen: Entspannte Plauderei beim Affenzahn von fast 20 Höhenmetern pro Minute.
Bruno Petroni
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Unter dem Pseudonym «Swiss Machine» war Ueli Steck in der Alpinszene rund um den Globus bekannt, als Topathlet, der dem Erfolg konsequent alles unterordnete. Als einer, für den es nicht ums Abenteuer ging, sondern um die Leistung. Nur um die Leistung.

Diese Leistungen, stets gewürzt mit einer Prise Humor, brachten ihm in der Szene grossen Respekt und Sympathie ein. Mit seinem ehrlichen, schnurgraden Streben nach Rekorden wurde Steck von vielen Zeitgenossen aber oft nicht verstanden – oder gar kritisiert.

«Die personalisierte Demut»

Wem Ueli Steck aber einmal vertraute, dem öffnete er auch sein grosses Emmentaler Herz. Einer von ihnen ist Jonathan Griffith. Der britische Spitzenalpinist und Fotograf erlebte an Stecks Seite ­einige Expeditionserfolge.

Jonathan Griffith äusserte sich gestern über den Tod seines Freundes wie folgt: «Uelis breites Lachen und seine hellen Augen werde ich schmerzlich vermissen. Ueli war die personalisierte Demut und Ehrlichkeit.»

Ein langjähriger Wegbegleiter und Geschäftspartner von Steck ist auch Andreas Hutter. Der In­haber des luzernischen Multi­visionsveranstalters Explora Events AG: «Ich organisierte mit Ueli zusammen mehr als 150 Vortragsabende mit insgesamt gut 70'000 Zuschauern. Nebst der Tatsache, dass er als Topreferent in vier Sprachen auftreten konnte, habe ich ihn als unglaublich zuverlässigen und bescheidenen Menschen erlebt.»

Beisetzung in Nepal geplant

Die Eltern von Ueli Steck reisten am Montag ab nach Nepal – seine Witwe Nicole befindet sich bereits dort. Laut Stecks Mediensprecher Andreas Bantel ist es der Wunsch der Familie, ihren Ueli in Nepal beizusetzen.

Ueli der Mensch

Wir blicken in paar Bildern auf Ueli Stecks Leben als Mensch zurück. Es sind Bilder, die nie um die Welt gingen. Es sind auch nicht Bilder, die ihn strahlend in Siegespose auf dem Gipfel eines erfolgreich bestiegenen Achttausenders zeigen. Sondern authentische Bilder, die Steck zeigen, wie er als Mensch war. Anders eben.

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