Bank AEK ersteigert das Parkhotel Bellevue

Interlaken/Lenk

Die Bank AEK 1826 ersteigerte das Parkhotel Bellevue Lenk mit Vorplatz und Schwimmbad für 2,5 Millionen Franken.

Das Parkhotel Bellevue an der Lenk.<p class='credit'>(Bild: Kerem S. Maurer)</p>

Das Parkhotel Bellevue an der Lenk.

(Bild: Kerem S. Maurer)

Die ehemalige Schlossküche in Interlaken, wo konkursrechtliche Steigerungen stattfinden, war mit rund drei Dutzend Leuten gut besetzt. Angesetzt war die konkursrechtliche Zwangsversteigerung des Parkhotels Bellevue Lenk, bei der kein Deckungsprinzip besteht.

Laut konkursamtlicher Schätzung betrug der Gebäudewert 1,22, der Landwert 1,37 Millionen Franken. Zu versteigern waren die Hotelparzelle und die Parzelle mit Vorplatz und Schwimmbad. Der potenzielle Käufer hatte auch das Inventar im Wert von 21'600 Franken zu übernehmen.

«Wir wollen der Region das Hotel in wirklich bester Lage in der Lenk erhalten.»Markus Gosteli,Vorsitzender Bankleitung

Für beide Parzellen zusammen betrug die Anzahlung, die sofort zu leisten war, 540'600 Franken. Wegen des Geldwäschereigesetzes dürfe die Anzahlung nicht bar auf die Hand bezahlt werden, erläuterte Heinz Aebi, Dienststellenleiter Konkursamt Berner Oberland.

Das Hotel steht nicht leer: Asiatischen Studenten wird im Land, in dem das alpine Gastgebertum gewissermassen erfunden worden ist, unter dem Namen Swiss IM&H ein Hotelfachstudium angeboten. Den Vorsitz hat der Vietnamese Nhu Ngoc Dinh, der Brienzer Martin Casagrande ist Chief Executive Officer. Laut Aebi zahlt die Truly Swiss AG eine Monatsmiete von 15'000 Franken.

Bieter kann Anzahlung nicht leisten

Im Gebot waren zuerst die beiden Parzellen einzeln, dann zusammen. Die AEK Bank 1826 hatte schriftlich 2 Millionen für die Hotelliegenschaft und 0,5 Millionen für die Landparzelle geboten und für beides zusammen 2,5 Millionen Franken. Jemand bot beim Ausruf beider Parzellen 2,51 Millionen Franken, hatte aber die Steigerungsbedingungen nicht gut gelesen und keinen genügend hohen Check für die Anzahlung dabei. So gab es nur das Angebot der Bank AEK 1826.

«Wir sind im Vorfeld mit den Behörden in intensivem Kontakt gestanden und wollen der Region das Hotel in wirklich bester Lage in der Lenk erhalten», sagte Markus Gosteli, Vorsitzender der Bankleitung, nach der Versteigerung. Interessenten dafür, es zu betreiben, seien vorhanden. Die Bank wird entsprechende Gespräche führen. Weder die Bankvertreter noch die anwesenden Vertreter der Truly Swiss AG suchten unmittelbar nach der Versteigerung gegenseitig ein Gespräch.

Berner Zeitung

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