Zum Hauptinhalt springen

Das Gewerbe bringt es auf den Punkt

Fast alles wird neu an der Waren- und Gewerbe­ausstellung vom 26. bis 29. Oktober. Getreu dem gewählten WGA-Motto wollen es über 60 teilnehmende Gewerbler auf den Punkt bringen.

OK-Präsident Markus Gerber im imposanten Ausstellerzelt auf der Spiezer Seematte. Hier wird die 36. Waren- und Gewerbeausstellung vom 26. bis 29. Oktober über die Bühne gehen. Der rote Ball steht dafür, dass es die WGA-Aussteller an ihrer Leistungsschau auf den Punkt bringen wollen.
OK-Präsident Markus Gerber im imposanten Ausstellerzelt auf der Spiezer Seematte. Hier wird die 36. Waren- und Gewerbeausstellung vom 26. bis 29. Oktober über die Bühne gehen. Der rote Ball steht dafür, dass es die WGA-Aussteller an ihrer Leistungsschau auf den Punkt bringen wollen.
Jürg Spielmann

Hat Spiez die Masern? Ob bei den beiden Kreiseln an der Autobahnausfahrt oder auf den Trottoirs im Dorfzentrum: Wohin der Blick auch schweift, überall sieht man derzeit rote Punkte. «Wir bringen es auf den Punkt», werben diese mit dem Motto für die WGA.

Die Waren- und Gewerbeausstellung wird vom nächsten Donnerstag bis zum Sonntag zum bereits 36. Mal ausgerichtet (siehe Kasten). «Das Motto steht für die Stärken, über welche jeder der 60 teilnehmenden KMU-Betriebe verfügt», erklärt Markus Gerber. Man wolle der Bevölkerung zeigen, was man speziell gut und auch anders mache als andere, ergänzt der neue Ausstellungspräsident und Inhaber eines örtlichen Immobilienunternehmens.

Raus aus der Verlustzone

Ohne Umschweife sagt Gerber, der für den Anlass des Gewerbeverbands ein zehnköpfiges Organisationskomitee präsidiert, dass die lokale Gewerbeschau zuletzt ein Verlustgeschäft war. Das während der Jahre 2007, 2008, 2009 und 2011, in welchen an der Peripherie in der ABC-Halle Lattigen zu gross angerichtet worden ist. Und ebenso bei der letzten Auflage, die 2014 erstmals am heutigen Standort auf dem Seematte-Areal in einem Grosszelt durchgeführt wurde. Es seien Fehler gemacht worden, meint Gerber, ohne näher darauf einzugehen. «Wenn die Qualität stimmt, kann eine Ausstellung erfolgreich sein», ist er überzeugt.

Seit eineinhalb Jahren ist er mit seinem Team an der Arbeit, um dies zu beweisen. Es müsse etwas geboten werden, «die Leute wollen unterhalten sein». Donnerstag und Freitag waren traditionell die am schwächsten besuchten Tage. «Nun steht der Donnerstag im Zeichen der Ausbildung. Gewerbeverbandspräsident Patrick Balmer bringt den Ausbildungsabend an die WGA, ergänzend gibt es nachmittags das erste Ausbildungsforum.»

Am Freitag setzen die Spiezer auf einen Berner Oberländer, dessen Bonmots längst Kultstatus geniessen. «Ich denke, Hanspeter Latour wird viel Publikum anziehen.» Nachmittags signiert der ehemalige Fussballlehrer sein neues Buch «Das isch doch ä Schwalbe!», abends parliert er im Lötschbergsaal. Das tut er auch für hundert Geschäftsleute von nah und fern. Sie haben sich für den ersten Unternehmerabend angemeldet.

Am Samstag dann geht es heiss zu und her: Nachmittags an der Sondershow der Feuerwehr und abends an der Stadlparty, «an der die Leute richtig festen sollen». Der Sonntag steht im Zeichen der Familien und Vereine – mit Spiel, Spass und Schlemmerei.

Profis für den Aufbau

«Bis auf den Standort des 60 mal 20 Meter grossen und beheizten Ausstellerzeltes ist alles neu», sagt Gerber. Das sei die grosse Her­ausforderung gewesen. Erstmals richtet ein professioneller Standbauer für die Gewerbler im Zelt temporäre Bleiben her («Das wird perfekt daherkommen»).

Der Lötschbergsaal bietet als Novum Raum sowohl für die Festwirtschaft als auch für Rahmenanlässe. Und neu kann man an der WGA mit ein wenig Glück so richtig absahnen: Es wartet ein Tresor, der mit einem 6-stelligen Code zu knacken ist. Es sind Gutscheine des Gewerbeverbandes im Wert von 50 000 Franken zu gewinnen.

All das hat freilich seinen Preis. Neu ist daher auch, dass anders als 2014 wieder ein Eintritt erhoben wird. Dieser kostet 5 Franken. «Und umfasst einen 2-Franken-Gutschein für die Festwirtschaft», sagt Markus Gerber. «Zudem wird pro Eintritt 1 Franken an die Stiftung Bubenberg gespendet.» Die Institution plant, 2018 anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums mit ihren 24 Bewohnern nach Italien ans Meer zu reisen.

Das Budget beträgt etwas mehr als 190 000 Franken. Die Messemacher kalkulierten mit 3500 zahlenden Besuchern. 2014 waren, bei freiem Eintritt zwar, über 6000 Interessierte gezählt worden. Markus Gerber ist überzeugt, dass mehr Leute als budgetiert den Weg an die Gewerbeschau finden werden. «Denn wo kannst du ansonsten so viel erleben, 50 000 Franken gewinnen und Hans­peter Latour die Hand schütteln?», bringt er es schon mal auf den Punkt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch