Das Brienzersee-Rockfestival wird international – und bleibt heimisch

Brienz

Die 29. Ausgabe des Brienzersee-Rockfestivals wartet mit einem dichten, internationalen Programm auf. Mundart wird aber nicht fehlen.

Die Glamrocker von The Darkness sind die Headliner des 29. Brienzersee-Rockfestivals. (Archivbild)

«Das wird der Hammer!», liest man mehrfach im Gästebuch des Brienzersee-Rockfestivals, das in diesem Jahr zum 29. Mal stattfindet. Das Programm vom 5. bis 7. August ist musikalisch dicht gewoben.

Seien es die Glamrocker The Darkness, oder Reckless Love (90s Pop und Hard Rock à la Alice Cooper) aus Finnland oder doppelte Schweden-Power mit Eclipse oder Quiet Riot: Von Letzteren dürfte einem breiteren Publikum noch der Song «Cum on Feel the Noize» aus der Actionkomödie Tropic Thunder in den Gehörgängen liegen.

Frau am Bass

Begonnen wird aber mit einem Act praktisch aus der Brienzer Nachbarschaft ennet dem Brünig: Am Freitag, 5. August, eröffnen Backface mit stampfendem Rock‘n’Roll aus Lungern. Die fünf Jungs haben eben ihr erstes Album beendet, man darf also gespannt sein. Timeless aus Wimmis runden den Freitag mit vielseitigen Coversongs unter anderem von Toto oder AC/DC ab.

Am Samstag, 6. August, machen die drei Bands Jack Russel and the Pitbulls (Rock, Pop, Reggae), Myall-Lake (Gitarrenrock) und Chickenhouse (Blues-Rock) den Auftakt. Zwei Notizen zu Chickenhouse: Seit 2013 spielt Emi Meyer als erste weibliche Bassistin mit, 2006 veröffentlichte Chickenhouse die CD «She’s a Lady», deren bekanntes Cover mit der nackten, tätowierten Lady Kultstatus erreichte.

Country und Handörgeli

Weiblich geht das Programm auch an diesem Tag weiter, mit der Amerikanerin Stacie Collins, die die Grenzen von Rock, Blues und Country in ihren Songs vermischt. Quasi als Lokalmatator tritt danach Trauffer auf, der gekonnt Tradition und Moderne in seinen Stücken verbindet; Handörgeliklänge verbinden sich mit stampfenden Beats.

Zum Programm vom Sonntag, 7. August, gehören unter anderem die Berner Bubi Eifach, deren Song «Die Angere» aus dem SRF bekannt ist. Folk gibt es von Kunz. Die Band veröffentlichte letzten Oktober ihr zweites Album und landete damit gleich auf Platz 1 der Schweizer Album Charts.

Toni braucht man nicht weiter vor­zustellen, einen der ersten Rock-’n’-Roll-Interpreten der Schweiz. Das Finale spielt Jargon, die einheimische Mundart- und Coverband aus Interlaken.