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«Das bedeutet nicht das Ende der Welt»

Sunil Mann nimmt im Jugendbuch «Totsch» das Thema gleichgeschlechtliche Sexualität auf.

Letzthin sah ich im Berner Hauptbahnhof einen Rekruten, der seinen Freund vor der Zugabfahrt inniglich umarmte und küsste. Und kaum jemandem fiel das auf. Warum ist ein Coming-out für viele Junge, die sich zu Gleichgeschlechtlichen hingezogen fühlen, trotzdem schwierig?

Kann ihnen «Totsch», Ihr erstes Jugendbuch, helfen?

Haben Sie schon erste Rückmeldungen von Jungen vernommen?

«Totsch» bedeutet ja, ungeschickt, verlegen, überfordert zu sein, aber auch, sich den Sehnsüchten hinzugeben – so ergeht es ja fast allen Jungverliebten, egal, zu wem man sich hingezogen fühlt...

In «Totsch» fiebern wir mit dem jungen Olaf mit, der starke Gefühle für Jannick empfindet. Es geht fast ringer, als er selber gedacht hat. Doch dann folgt die grosse Enttäuschung, weil ihn Jannick im Zusammensein mit anderen ignoriert.

Olaf ist trotz seiner Dicklichkeit kein eingeschüchterter Junge, der sich nichts zu sagen getraut. Sie zeichnen ihn bewusst mit einem gesunden Selbstvertrauen und als einen, der auch mutig seinem Angebeteten aus einer Notsituation hilft und sich in Gefahr begibt.

«Es wäre schön, wenn die sexuelle Ausrichtung irgendwann keine Rolle mehr spielen würde.»

Sunil Mann, Krimi-, Kinder- und Jugendbuchautor

Was sind Ihre Wünsche und Sehnsüchte hinsichtlich Toleranz und Akzeptanz in unserer Gesellschaft?

Sie haben in einer Medienmitteilung von Dabux.ch zum neuen Buch Ihrer Hoffnung Ausdruck gegeben, dass es auch als Klassenlektüre zum Einsatz kommt. Hatten Sie schon erste Reaktionen von Schulen und Lehrpersonen – mit konkreten Einladungen?

Glauben Sie, das Buch kann auch für pädagogische Zwecke seinen Beitrag leisten?

Dann kann man davon ausgehen, dass Sie auch Vorträge halten und an Diskussionen zu diesem Thema teilnehmen werden?