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Das Beachvolleyballturnier ist gerettet

Der Souverän bewilligte Sanierungsbeiträge von 1,3 Millionen Franken. Damit ist die Weiterführung der von der Sport Events Gstaad GmbH organisierten Gstaad Majors gesichert.

Dank eines Darlehens an die Sport Events Gstaad GmbH werden die Gstaad Majors auch die nächsten fünf Jahre stattfinden. Im Bild die World-Tour-Spieler Jan Schnider und Philip Gabathuler.
Dank eines Darlehens an die Sport Events Gstaad GmbH werden die Gstaad Majors auch die nächsten fünf Jahre stattfinden. Im Bild die World-Tour-Spieler Jan Schnider und Philip Gabathuler.
Andreas Blatter

«Dunkle Wolken über dem Beachvolleyballturnier», titelte diese Zeitung in der Ausgabe vom 22. November. Nun sind diese verflogen. 337 Stimmberechtigte (8,02 Prozent) bewilligten an der Gemeindeversammlung vom Freitagabend im Hotel Landhaus Saanen ein zinsloses Darlehen mit Rangrücktritt an die Sport Events Gstaad GmbH von einer Million Franken. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre bei einem Amortisationserlass von jährlich 200'000 Franken. Hinzu kommt ein fünfjähriges unwiderrufliches Zahlungsversprechen von 300'000 Franken à fonds perdu, Auszahlung, sobald das Geld benötigt wird.

Strenge Auflagen

«Das Darlehen und das unwiderrufliche Zahlungsversprechen sind ausschliesslich zur Bezahlung von überfälligen Kreditoren und Darlehen zu verwenden», lautet eine der Bedingungen. Zudem hat eine Beratungsfirma während fünf Jahren halbjährlich die finanzielle Situation der Gesellschaft zu beurteilen. Zur sofortigen Rückzahlung fällig wird der Restbetrag des Darlehens, falls das Turnier innert fünf Jahren nicht mehr durchgeführt werden sollte. Ein Abänderungsantrag der SVP, der grossmehrheitlich angenommen wurde, betraf die Erweiterung der Geschäftsführung und deren Zusammensetzung. «Ich freue mich auf das nächste Beachvolleyballturnier», kommentierte Versammlungsleiter Louis Lanz die einstimmige Genehmigung des Kredits.

Steuern werden gesenkt

Erfreulich präsentiert sich die finanzielle Situation der Gemeinde Saanen. Das Budget 2020 rechnet im Gesamthaushalt bei einem Ertrag von 86,66 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von 408'218 Franken. Die Steueranlage von bisher 1,4 Einheiten wird auf 1,3 Einheiten und die Liegenschaftssteuer von bisher 1,5 Promille des amtlichen Wertes auf 1,0 Promille gesenkt. Ein Antrag aus der Mitte der Versammlung, die Steueranlage bei 1,4 Einheiten zu belassen und die Liegenschaftssteuer auf 0,5 Promille zu senken, blieb chancenlos. Der Souverän winkte das Budget 2020 durch. Im Finanzplan 2020–2024 sind Investitionen von knapp 168 Millionen Franken vorgesehen.

Nachkredit gab zu reden

Zu reden gab der Nachkredit für das Trottoir Lauenenstrasse in Gstaad. 2012 wurden an der Gemeindeversammlung 2,361 Millionen Franken bewilligt. Die Gesamtkosten belaufen sich nun auf 2,724 Millionen Franken, was einer Kreditüberschreitung von 363'100 Franken entspricht. So wurde von Fehlplanung gesprochen und davon, dass das Trottoir zu breit sei. «Das hätte man günstiger haben können», meinte ein Votant.

Schliesslich wurde der Nachkredit mit grossem Mehr genehmigt. Im gleichen Zusammenhang gab es Kritik wegen des fehlenden Trottoir-Teilstücks von der Zimmerei von Allmen bis zur Einmündung Bodenstrasse. Trotz dem behördlichen Einwand wegen der hohen Kosten wurde dem Erheblichkeitsantrag eines Bürgers für den Bau des fehlenden Teilstücks mit 170 Ja gegen 26 Nein zugestimmt. Dies verpflichtet den Gemeinderat, nun ein diesbezügliches Projekt ausarbeiten zu lassen.

Schlank über die Bühne ging der Gemeindebeitrag von 609'250 Franken an die Weggenossenschaft Bärgsimne-Bire-Schneit für die Alperschliessung Bire-Schneit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,625 Millionen Franken. Weitere Beiträge sind von Bund, Kanton, Gemeinde Zweisimmen und voraussichtlich von der Berghilfe zu erwarten. Zum letzten Mal verlas der in Pension gehende Verwaltungsdirektor Armando Chissalé das Versammlungsprotokoll.

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