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Dank Anbau: Primarschulzentrum nimmt Form an

Ein grosser Anbau an das über 100-jährige Schulhaus und dessen Sanierung machen die Primarschule Aeschi fit für die Zukunft. An der Gemeindeversammlung vom 17. März wird über die 8-Millionen-Vorlage abgestimmt.

So soll das künftige Primarschulzentrum Aeschi aussehen: An das Schulhaus aus dem Jahr 1909 wird ein Neubau (r.) angebaut.
So soll das künftige Primarschulzentrum Aeschi aussehen: An das Schulhaus aus dem Jahr 1909 wird ein Neubau (r.) angebaut.
zvg

An der gut besuchten Orientierungsversammlung in Aeschi stellten die Behörden und Architekt Toni Brügger aus Wengi die Pläne für den Ausbau der Schule zum Primarschulzentrum vor. An den markanten Altbau wird sich ein Flachdachneubau anschliessen, der das doppelte Volumen des Schulhauses hat.

Der Neubau wird abgesenkt, sodass die Walmdachlandschaft des Altbaus sichtbar bleibt. Die Neubaufassade wird mit Holz und grossen Fenstern sorgfältig strukturiert. Die acht Schulzimmer mit Gruppenräumen sind im Neubau, ebenso zwei Kinder­gärten. Im Altbau sind Räume für die Lehrpersonen, ein Musiksaal, eine Bibliothek, ein Raum für eine mögliche Tagesschule.

Veränderungen aussen

«Je mehr das Projekt Gestalt annahm, desto mehr machte es Freude, daran zu arbeiten», sagte Gemeindepräsidentin Jolanda Luginbühl. Sie gehörte zur ­zehnköpfigen Spezialkommission Schulraumplanung, in der auch die Schule vertreten war. Nach der Gemeindeversammlung im Juni 2015 stand fest, dass das Primarschulzentrum mit 280'000 Franken geplant werden kann.

Ziele waren ein zeitgemässer Schulbetrieb und Flexibilität für die Entwicklung. Der Neubau erfordert ein neues Verkehrsregime. Das Gänsegässli, das heute neben dem Altbau durchführt, verschwindet teilweise und führt als Stumpengleis zum Schuleingang im Zwischentrakt. Der Schulhausplatz bleibt asphaltiert, vor der Ostfassade gibts einen Aussenraum für die Kindergärten und eine Grünanlage für die Schule. Im Neubau gibts eine öffentliche Einstellhalle mit 16 Plätzen.

8 Millionen budgetiert

Die Kosten des Neubaus mit der Gestaltung der Aussenräume, der Betriebseinrichtung, der Möblierung und der Sanierung des Altbaus sind mit 8 Millionen Franken budgetiert. Der Schulbetrieb kann während der Bauzeit aufrechterhalten werden, weil der Neubau erstellt wird, bevor der Altbau saniert wird. Der Zeitplan sieht vor, den Neubau von Oktober 2017 bis März 2019 zu realisieren und den Altbau anschliessend bis zum Dezember 2019 zu sanieren.

Die Schule Aeschiried und der Kindergarten Dorf ­werden geschlossen. Was mit den beiden Immobilien passiert, ist noch offen. Es soll im Rahmen der anstehenden Ortsplanung darüber entschieden werden. Heiter stimmte das Publikum die Tatsache, dass der Jodlerklub Aeschiried ein wichtiges Wort mitzureden hat. Er hat sein Klublokal im Schulhaus Aeschiried selber im Baurecht gebaut.

Fragen aus dem Publikum betrafen den Baugrund, da der Neubau ins Terrain eingreift. Das Architekturbüro rechnet mit Moräne, ein Bürger aber befürchtet, es könnten auch unangenehme Lehmschichten auftauchen. Fragen gab es auch bezüglich der veränderten Kosten gegenüber der Projektidee 2015. Die Einstellhalle und der zweite Kindergarten waren damals noch nicht miteinbezogen, dafür aber die Sanierung des Oberstufenschulhauses. Diese gehört jetzt nicht mehr zum Projekt.

Hinterfragt wurden die Pelletheizung und das Flachdach des Neubaus. In Aeschi hat man mit Pellets gute Erfahrungen gemacht, und das Flachdach würde eine Aufstockung möglich machen. Vermisst wurde ein Modell, das die künftige Schulanlage räumlich zeigt.

Eine junge Frau hofft, dass der Schulhausplatz ansprechender als bisher gestaltet wird. Fragen gabs auch in Sachen Schulweg für die Kinder aus Aeschiried. Ob die Fahrzeiten des Postautos dem Stundenplan angepasst werden, ist noch nicht entschieden. «Wir arbeiten daran», sagte Regula Rupp, Vertreterin der Primarschule.

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