Bühne frei für die Jungen und für Ungewöhnliches

Hondrich

Unter dem Jubiläumsmotto gab es Wiederbegegnungen, Bewährtes und Aussergewöhnliches: An der Geburtstagsfeier der 20-jährigen Kammermusik-Konzertreihe erlebten rund 180 Besucherinnen und Besucher spezielle Darbietungen.

Am Nachmittagskonzert gehörte die Bühne neun Kindern und Jugendlichen der kantonalen Talentförderung ­Musik. Rechts aussen Bayan Kozhakhmetova – sie begleitete einfühlsam am Flügel einzelne Vorträge.

Am Nachmittagskonzert gehörte die Bühne neun Kindern und Jugendlichen der kantonalen Talentförderung ­Musik. Rechts aussen Bayan Kozhakhmetova – sie begleitete einfühlsam am Flügel einzelne Vorträge.

(Bild: Heidy Mumenthaler)

In ungezwungenem Rahmen mit zwei Konzerten und vielen jungen Besuchern wurde am Sonntag das Jubiläum der vor zwanzig Jahren ins Leben gerufenen Konzertreihe gefeiert. «Es kamen neue Besucher, die noch nie an einem Konzert bei uns waren», freute sich die Mitgründerin und künstlerische Leiterin Bettina Keller (siehe Kasten).

Über den Mittag wurde erstmals das Podium für Volksmusik, Örgeli, Perkussion, Hackbrett, Bassgeige, indisches Harmonium und Stimme freigegeben. Die junge Formation Silberen mit professionellen Mitgliedern aus der ­Region zwischen Bern und Hondrich unterhielten in spezieller Art mit archaischem Jutz aus alten Zeiten.

Zwischen melancholischen Liedern und Texten folgten willkommene lüpfige Mazurkas und weitere Folklore mit Anklängen an Pop, Jazz bis hin zu klassischer und zeitgenössischer Musik und Improvisation.

Die Zukunft auf der Bühne

Nach Kaffee und Geburtstags­kuchen wurde die Bühne für die Zukunft eröffnet. Zu Gast waren acht 10- bis 17-jährige Musizierende der kantonalen Talentförderung Musik.

Dass sie sich mit Engagement und Leidenschaft der klassischen Musik widmen, erlebte das Publikum in lebendigen, musikalisch reifen Vorträgen: im empfindsamen Cellospiel der 13-jährigen Salma Flügel aus der e-Moll-Sonate von Brahms, in der zwei Jahre älteren Florence Meister, die mit der Harfe verzauberte, oder dem 11-jährigen Nathan Stiefel, welcher Béla Bartóks Rumänische Volkstänze mit geigerischen Finessen und Temperament gewitzt und ausgereift vortrug.

Mit dabei die Tochter der künstlerischen Leiterin: Carla Keller musizierte mit ihrer Mutter ein Intermezzo für Kontrabass und Klavier des Russen ­Reinhold Glière. Gezupft folgte die «Ode d’Espagne» des Syrers François Rabbath. Spassvoll und spannend wirkte das Solo für Bassgeige. Die Darbietungen der jungen Künstler waren vielfältig.

Der 17-jährige Finn Müller eroberte sich die ­Zuhörenden mit seiner Stimme. Anouk Schärer, Saxofon, Julian Stiefel, Cello, und Margalith Eugster, Klavier, sorgten für weitere Hörgenüsse. Einfühlsam, farbig begleitete Bayan Kozhakhmetova am Flügel einzelne Vorträge.

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