BKW soll Trift-Projekt vorantreiben

Mit einer Motion will Grossrat Luc Mentha die Realisierung des Wasserkraftprojekts Trift im Oberhasli beschleunigen.

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«Raschmöglichst» soll die BKW als Hauptaktionärin der Kraftwerke Oberhasli AG die Realisierung des Wasserkraftprojekts Trift im Oberhasli unterstützen und vorantreiben: Diesen Auftrag an die Adresse des Regierungsrats formuliert Grossrat Luc Mentha (SP/Liebefeld) in seiner als dringlich eingereichten Motion (76 Mitunterzeichner).

Die Dringlichkeit seines Vorstosses begründet Mentha dahingehend, dass die BKW bezüglich des Projekts bald über einen Investitionsentscheid befinden werde und es wichtig sei, dass der Kanton seine Haltung rasch kommuniziere. In Bezug auf ­seine Motion hält Mentha fest, dass der Bedarf an Saisonspeicher zur Netzstützung über längere Kälteperioden im Winter zunehmen werde. Zudem werde sich, durch die Ausserbetriebnahme des AKW Mühleberg, der Importbedarf in der zweiten Winterhälfte deutlich erhöhen. Damit werde sich die Klima­bilanz des Kantons Bern verschlechtern, «weil auch Strom aus Kohlekraftwerken importiert werden muss».

Strom für 30'000 Haushalte

Der Rückzug des Triftgletschers hat eine Geländemulde freigelegt und damit das Wasserbauprojekt möglich gemacht. Der darin künstlich angelegte See soll ein Stauvolumen von 85 Millionen Kubikmetern haben. Die Staumauer wird 167 Meter hoch. Das Wasser wird ins unterirdische Kraftwerk Trift geleitet, das eine Leistung von 80 Megawatt hat und so jährlich 145 Gigawattstunden Strom produzieren kann. Das entspricht dem Verbrauch von 30'000 Haushalten. Die Stromproduktion werde vor allem in der kalten Jahreszeit oder bei besonders hohen Strompreisen erfolgen.

hau/ngg/pd

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