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Besserer Zugang zu Alpenflora

Der Alpengarten Schynige Platte soll besser zugänglich werden für Leute, die nicht so gut zu Fuss sind. Bei der Standortgemeinde Gündlischwand liegt deshalb ein Gesuch für den Bau eines zusätzlichen Zugangswegs auf.

Sibylle Hunziker
Wo Peter Wenger und Hans Boss sind, soll der Weg treppenfrei werden.
Wo Peter Wenger und Hans Boss sind, soll der Weg treppenfrei werden.
Sibylle Hunziker
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Der Alpengarten beginnt gleich neben der Bergstation der Schynige-Platte-Bahn mit Felsbändern und Trockenmauern, in denen zahlreiche Bergblumen präsentiert werden. Wer aber mehr vom gut 8000 Quadratmeter grossen Garten mit seinen unterschiedlichen Standorten und 650 Pflanzenarten sehen möchte, muss dafür gleich beim Eingang eine erste Treppe hochsteigen – kein Vergnügen für Leute, die nicht gut zu Fuss sind, und für manche ein unüberwindliches Hindernis.

Erschliessung ohne Treppen

Der Trägerverein möchte deshalb einen Fussweg bauen, der vom Strässli zum Bergrestaurant abzweigt und ohne nennenswerte Niveauunterschiede zum grossen Bankplatz mitten im südlichen Gartenteil führt. «Eigentlich müssen wir nur das Terrain direkt über dem Bahnhof etwas ausgleichen», sagt Hans Boss, im Vorstand des Alpengarten-Vereins für das Bauressort verantwortlich. «Dafür können wir weitgehend das Material am Ort verwenden.»

Erfahrener Baggerführer

Geplant sind eine feste Mergelplanie und Trockenmäuerchen. Einbezogen werden auch die letzten Grundmauerresten des alten Berghotels, das am Ort der heutigen Trafostation stand, bevor es 1927 abbrannte. «Für den Wegbau brauchen wir einen kleinen Schreitbagger und vor allem einen erfahrenen Baggerführer, der sich mit solchem Gelände auskennt», sagt Boss. Die Kosten dürften sich auf rund 120 000 Franken belaufen.

«Die Bahn und die Bergschaft Ausser Iselten, über deren Land der Weg führen würde, sind einverstanden», sagt Alpengarten-Präsident Peter Wenger. Und auch Hans Fritschi von Pro Natura Berner Oberland hat sich po­sitiv zur besseren Erschliessung des Gartens geäussert.

«Der Weg ist sinnvoll, weil er die Schweizer Alpenflora einem breiten Publikum besser zugänglich macht und das Angebot damit einen Bezug zur Natur vor Ort hat», bestätigt Hans Fritschi auf Anfrage. Zudem nehme das Projekt auf die Topografie Rücksicht und verfüge über eine gut ausgewiesene ökologische Baubegleitung.

«Für uns ist das Projekt sehr wichtig», sagt Peter Wenger. «Schliesslich wurde der Alpengarten 1927 gegründet, um den Be­suchern auf der Schynigen Platte den Reichtum der Alpenflora näher zu bringen – und da sind wir natürlich froh, wenn wir zumindest den vorderen Gartenteil hindernisfrei erschliessen können.»

Zudem werde derzeit zusammen mit der Bergschaft eine kleine Erweiterung des Alpengartens im steilen, blumenreichen Hang direkt über dem geplanten Weg vorbereitet. «Damit würde der Südhang des Gartens doppelt gewinnen.»

Das Wegprojekt liegt noch bis 13. November bei der Gemeindeverwaltung von Gündlischwand, der Standortgemeinde des Alpengartens Schynige Platte, öffentlich auf.

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