Zum Hauptinhalt springen

Belle Epoque feierte ein rekordverdächtiges Jubiläum

Die touristische Themenwoche, bei welcher das Rad der Zeit ein gutes Jahrhundert zurückgedreht wird, war bei ihrer zehnten Auflage «ein voller Erfolg».

So schwungvoll wie dieses Eislaufpaar auf dem Bahnhofmatte zeigt sich nach zehn Jahren auch die Belle Epoque selbst.
So schwungvoll wie dieses Eislaufpaar auf dem Bahnhofmatte zeigt sich nach zehn Jahren auch die Belle Epoque selbst.
Jürg Spielmann

Sie machte ihrem Namen alle Ehre. Die Belle Epoque machte die vergangene Woche zur schönen Epoche. «Sie war ein Vollerfolg», zieht Doris Wandfluh eine positive Bilanz. Die Co-Präsidentin des Organisationskomitees blickt voller Zufriedenheit und Genugtuung auf das siebentägige gesellschaftliche Ereignis zurück. Dieses war am Sonntag mit einer kleinen Schlussfeier in der Kirche zu Ende gegangen.

Doris Wandfluh, OK-Co-Präsidentin der Belle-Epoque-Woche Kandersteg, freut sich über eine gelungene zehnte Auflage. (Bild: Jürg Spielmann)
Doris Wandfluh, OK-Co-Präsidentin der Belle-Epoque-Woche Kandersteg, freut sich über eine gelungene zehnte Auflage. (Bild: Jürg Spielmann)

«Es sieht nach einem Rekordergebnis aus», erklärt Wandfluh, die, wenn sie nicht gerade in der Zeit zwischen 1884 und 1914 wandelt, das Tourist Center Kandersteg leitet. Die Zahl der Teilnehmer, welche dem Leben wie anno dazumal frönten, sei ebenso gestiegen wie jene der Besucher. «Das schöne Winterwetter bescherte uns sehr viele Tagesgäste.» Allein am Eröffnungssonntag sollen «3000 bis 3500» Zeitreise-Fans in den Ort gepilgert sein. So viele wie nie zuvor.

Zahlen geben Aufschluss

Wie Doris Wandfluh sagt, wolle sie bei den Betrieben die Zahlen zusammentragen, um den Benefit für den Tourismusort in Franken beziffern zu können. Derart harte Fakten hatten bislang gefehlt. Doch sie weiss bereits: «Die Geschäftsleute sind im Grossen und Ganzen zufrieden.»

«Unser Ziel ist es nun, Sponsoren zu finden, um die Angebotspalette der Belle Epoque erweitern zu können.»

Doris Wandfluh

Man dürfe indes nicht stehen bleiben, wolle stetig besser werden. Die Touristikerin begründet die Vorwärtsstrategie am Beispiel der Bettenauslastung. Während die Ferienwohnungen die ganze Woche durch sehr gut gebucht gewesen seien, gebe es in der Hotellerie noch Luft nach oben. Besonders wochentags sollen während der Belle Epoque noch (zu) viele Hotelbetten kalt bleiben. Trotz steigender Tendenz. «Das ist auch abhängig von den Angeboten der einzelnen Betriebe», so Wandfluh. Der frühere Tourismusdirektor Jerun Vils hatte die Woche einst lanciert, um die gar ruhige dritte Januarwoche aus ihrem Dornröschenschlaf wachzuküssen.

Bald 20 Prozent am Drücker

Nun soll diese noch fitgetrimmt werden. Im April wird die Leiterin pensioniert, wirkt aber dann in einem 20-Prozent-Pensum im Sold des Tourismus weiter. Um die Belle Epoque, die heute schweizweit ein Begriff ist, noch stärker zu vermarkten. Potenzial wittert Doris Wandfluh auch im nahen Ausland. «Mein Ziel ist es, Sponsoren zu finden, um die Angebotspalette der Belle Epoque erweitern zu können.» Schliesslich soll die Erfolgsstory weitergeschrieben werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch