Zum Hauptinhalt springen

Belcanto-Gala der generösen und schalkhaften Art

Belcanto-Gala mit Alpentouch und einer Portion Ulk: Star­tenor Juan-Diego Flórez und Sopranistin Olga Peretyatko zeigten sich generös.

Umjubelt: Olga Peretyatko und Juan Diego Flórez.
Umjubelt: Olga Peretyatko und Juan Diego Flórez.
pd/Raphael Faux

Das «Alpen»-Motto erfüllte sich auch im zweitletzten Zeltkonzert überzeugend: Ein Bergpanorama à la Saanenland diente im vollen Gstaader Zelt als Kulisse. Dazu hatten die Werke aus dem Bel­canto-Repertoire fast ausnahmslos einen Bezug zum Alpenraum: Donizettis «Linda» kommt aus Chamonix.

Bellinis «Sonnambula» spielt in einem Bergdorf. Und Rossinis «Guillaume Tell» ist bekanntlich in der Zentralschweiz angesiedelt. Und weckte den Appetit auf das Werk, das vom 7. bis zum 15. September im Tellspielareal in Matten in gekürzter Form zu sehen und zu hören sein wird.

Just in diesen auf Französisch gesungenen Werkauszügen musste sich die stimmlich sonst sehr überzeugende und gern mit dem schelmischen Dirigenten Riccardo Minasi kokettierende russische Sopranistin Olga Peretyatko ein paar Abstriche gefallen lassen.

Dass sie in der Partitur blätterte und sich sprachlich durchringen musste, während der peruanische Startenor Juan Diego Flórez (mit Verband an der linken Hand nach einem Fussballunfall) auch hier souverän durchsteuerte, sorgte für ein Ungleichgewicht. Ansonsten zele­brierten die beiden makellosen Belcanto-Glanz in den schönsten Färbungen.

Und zogen mit dem dynamisch und enorm leichtfüssig aufspielenden Orchester La Scintilla der Oper Zürich mitsamt Zugaben fast drei Stunden grosszügig durch. Der Jubel kannte ­keine Grenzen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch