Bauarbeiten für Feriendorf beginnen diesen Monat

Meiringen

Ende September hat der Immobilienfonds die Grundstücke auf der Sauvagematte gekauft. Damit ist der Weg frei für den Bau des Feriendorfs. Bereits in den nächsten Wochen sollen die Bagger auffahren. Die Eröffnung für das Resort mit450 Gästebetten ist für 2019 vorgesehen.

Der Resort in Meiringen soll Platz für 450 Gäste bieten. Eine Eröffnung ist für das jahr 2019 geplant.

Der Resort in Meiringen soll Platz für 450 Gäste bieten. Eine Eröffnung ist für das jahr 2019 geplant.

(Bild: zvg)

Nach mehrjähriger Planungsarbeit erhielt das Bauprojekt im Verlauf des Sommers die Bau­bewilligung. Die Pläne für den Komplex mit 450 Gästebetten auf der Sauvagematte haben die po­litische Agenda von Meiringen über Jahre mitgeprägt.

Vergan­gene Woche haben die Projektverantwortlichen und die Landbesitzer nun die Kaufverträge für die Parzellen unterzeichnet. Über den Betrag, welchen der Immobilienfonds mit dem Namen Mountain Resort Real Estate Fund ­Sicav als Käufer an Einwohner­gemeinde, Dorfgemeinde und Haslital Tourismus als ehemalige Besitzer überweist, wurde Stillschweigen vereinbart.

Freude bei der Gemeinde

«Wir sind sehr erfreut», sagt Meiringens Gemeindevizepräsident Thomas Dummermuth. Rund zwei Jahre sind zwischen dem Ja der Gemeindeversammlung und dem Baustart vergangen. «Das ist auch im schweizweiten Vergleich ein durchaus speditives Verfahren.»

Auch bei den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg (BMH) ist man über den Verlauf des Projektes bislang sehr erfreut: «Wir pflegen mit den Verantwortlichen des ­Feriendorfs Meiringen eine sehr gute Zusammenarbeit. Dass nun die Bauarbeiten beginnen, ist sensationell», sagt Verwaltungsratspräsident Hanspeter Wenger. Die ersten Bagger fahren bereits in diesem Monat auf der Sau­vagematte auf, wie Philippe La­thion vom Mountain Resort Real Estate Fund Sicav sagt. Knapp zwei Jahre soll der Bau dauern; «Wir planen im Jahr 2019 zu eröffnen.»

Drei Gästehäuser

Erste Kontakte für den Bau des Feriendorfes in Meiringen entstanden 2013. Die Idee: ein ­Ferienwohnungskomplex, bei dem die einzelnen Wohnungen gemietet werden können. Die Initianten versprechen der Gemeinde 450 neue ­­– und vor allem ­warme – Gästebetten. Die Einwohnergemeinde, die den grössten Anteil des Baulandes stellt, begann in der Folge mit der Ausarbeitung der Teilüberbauungsordnung Rudenz West, welche das Erstellen von Bauten für ­touristische Zwecke erlaubt. So sieht es auch die Ortsplanung von Meiringen vor.

Im Jahr 2015 stimmten die drei Landbesitzer schliesslich für den Verkauf an die Projektgruppe, welche den Bau realisieren will. Im Frühling 2017 konnten schliesslich die ­beiden gegen die Überbauung eingegangenen Einsprachen bereinigt werden. Insgesamt entstehen nun auf der Sauvagematte drei vierstöckige Gästehäuser. Dazu kommt ein Hauptgebäude unterhalb des Casinoplatzes, welches ein Hallenbad und die Administration beherbergt.

Für den langsamen Verkehr – sprich Fussgänger und Velofahrer – wird das Feriendorf vom Casino her erschlossen. Eine direkte Zufahrt für Autos ist nicht vorgesehen, dafür unterirdische Parkfelder und Parkplätze auf dem östlichen Teil des Resorts.

Der Immobilienfonds Mountain Resort Real Estate Fund Sicav will in der Schweiz eine ganze Kette von Feriendörfern aufbauen. Vereint werden diese unter dem Namen Swisspeak Resorts. Bereits realisiert ist jenes in bündnerischen Brigels, welches auch dem Standort Meiringen als Vorbild dient. Im Dezember dieses Jahres soll in Vercorin ein weiteres Resort eröffnet werden. In Zinal, ebenfalls im Kanton Wallis, entsteht zurzeit ein weiterer Komplex, welcher im Sommer 2018 in Betrieb gehen soll.

Weitere Projekte im Oberland

Insgesamt plane die Investorengruppe zehn solche Feriendörfer zu errichten, sagt Philippe Lathion, der den Fonds präsidiert. «Unser touristisches Ziel besteht nicht lediglich darin, Betten, sondern vielmehr Erlebnisse zu verkaufen», sagt Lathion weiter. Auch im Berner Oberland sind weitere Projekte wie in Meiringen möglich. Bereits laufen Gespräche in Adelboden. Die Standortsuche sei aber ein langwieriger Prozess, so Lathion.

Die Gelder für ihre Projekte bezieht die Investorengruppe vor allem bei Schweizer Pensionskassen. Auch nach dem Bau bleiben die Feriendörfer Eigentum des Fonds. Für die ­Bewirtschaftung kommt allerdings eine andere Firma zum Zug: Es handelt sich dabei um das Hotelplan-Tochterunternehmen Interhome.

Berner Oberländer

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