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Barney, der Bar-Roboter, der von soft bis hart mixt

Eine Roboter-Bar vor dem ältesten Hotel in Interlaken zieht die Aufmerksamkeit auf sich.

Barney, der Bar-Roboter, im Praxistest vor dem Hotel Interlaken: Jeremias Wolfensberger, F&P Robotics, Georges Beutler, Hotelier Hotel Interlaken, und Sabrina Jegust aus Glattbrugg (v.l.).
Barney, der Bar-Roboter, im Praxistest vor dem Hotel Interlaken: Jeremias Wolfensberger, F&P Robotics, Georges Beutler, Hotelier Hotel Interlaken, und Sabrina Jegust aus Glattbrugg (v.l.).
Peter Wenger

«Können Sie einen Barkeeper gebrauchen? Das fragte mich vor ein paar Wochen ein junger Mann aus dem Züribiet. Nun, versierte und zuverlässige Personen sind im Gastgewerbe stets willkommen», sinniert Georges Beutler.

Der Hotelier des Hotels Interlaken fragte nach: «Was sind Ihre Ansprüche? Ich brauche nur Strom aus einer x-beliebigen Steckdose, einen Wasseranschluss und rund fünf Quadratmeter Platz…» So verlief der erste Kontakt mit Barney, einem Serviceroboter, der die Gastronomie erobern möchte.

Seit Anfang August steht Barney samt seiner weissen auf Hochglanz polierten Bar auf der Terrasse vor dem Hotel Interlaken. Flink wie ein Wiesel hantiert der Roboter hinter der Theke. Er serviert Drinks von soft bis zum Cocktail. Rund dreissig coole Getränke präsentiert er in brillanten Farben auf dem Screen.

Bar-Roboter Praxistest

Wie funktioniert das Ganze? «Die Basis zu Barney bietet der gepolsterte, in Leder eingepackte Roboter, welcher in der Industrie, in der Betreuung und neu in der Gastronomie eingesetzt wird. Der Gast kann über ein Tablet seinen Lieblingsdrink auswählen, digital bezahlen – und los gehts.

«Ich bin überrascht, wie zuverlässig die Roboter-Bar funktioniert. Ein Bier mit schönem Schaum in dieser Konstanz zu servieren, ist nicht einfach.»

Georges Beutler Hotelier des Hotels Interlaken

«Barney mixt das Getränk und serviert dieses auf der Theke», sagt Jeremias Wolfensberger von F&P Robotics aus Glattbrugg. In nur einem halben Jahr entwickelt und gebaut, stellt sich der Prototyp als Weltneuheit den hohen Anforderungen in der Praxis.

Nun mal ehrlich, kann ein Roboter eine hübsche, charmante Bardame hinter einem Tresen ersetzen? «Das ist auch nicht das Ziel. Unsere Roboter-Bar soll als Ergänzung eines Betriebs dienen, der sich eine bediente Bar aus wirtschaftlichen oder personellen Gründen nicht leisten kann. Denken Sie nur an eine Hotellobby, die 24 Stunden besetzt ist, oder einen Treffpunkt in einer Messe und, und, und», sagt Jeremias Wolfensberger.

Ein Hingucker

«Ich bin überrascht, wie zuverlässig die Roboter-Bar funktioniert. Ein Bier mit schönem Schaum in dieser Konstanz zu servieren, ist nicht einfach. Interessant ist auch die grosse Aufmerksamkeit, die der Roboter bei Passanten und Gästen geniesst. Dabei fallen die Meinungen sehr unterschiedlich aus.

Von klarer Zurückhaltung bis hin zu spontaner Akzeptanz ist alles zu beobachten», freut sich Georges Beutler über die neuste Technologie vor seinem altehrwürdigen Hotel aus dem Jahr 1491. Noch bis Mitte September steht die Roboter-Bar am Höheweg, dann tritt sie ihre Reise durch Europa an.

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