Ballenberg: Marketingleiterin wehrt sich gegen Entlassung

Hofstetten

Patricia Rufer muss das Freilichtmuseum Ballenberg verlassen. Der Marketingleiterin wurde gekündigt, obwohl sie infolge eines Unfalls derzeit arbeitsunfähig ist.

Vor einem Jahr noch gemeinsam auf einem Gruppenbild vor dem Eingang des Freilichtmuseums: Patricia Rufer (2.v.l.) und Peter Flück (2.v.r.). Links: Yves Christen, Patronatskomitee-Mitglied, mit Karin Sander, Bau und Architektur FLM Ballenberg und Ruedi Lustenberger, Patronatskomitee-Präsident.

Vor einem Jahr noch gemeinsam auf einem Gruppenbild vor dem Eingang des Freilichtmuseums: Patricia Rufer (2.v.l.) und Peter Flück (2.v.r.). Links: Yves Christen, Patronatskomitee-Mitglied, mit Karin Sander, Bau und Architektur FLM Ballenberg und Ruedi Lustenberger, Patronatskomitee-Präsident.

(Bild: Anne-Marie Günter)

Das Freilichtmuseum Ballenberg trennt sich von Patricia Rufer, Leiterin Marketing und Kommunikation: Dies teilte das Museum am Mittwoch mit. «Leider konnte das notwendige Vertrauensverhältnis für eine konstruktive Zusammenarbeit nicht aufgebaut werden», wurde als Grund für Rufers Entlassung angegeben.

Ob die Marketingleiterin ihren Schreibtisch nach einem Jahr schon räumen musste oder die Trennung erst auf Ende des Jahres erfolgt, wollte Peter Flück, Präsident des Stiftungsrats, auf Anfrage nicht sagen. «Aus personalrechtlicher Sicht ist der Medienmitteilung nichts Weiteres hinzuzufügen, dafür muss die Öffentlichkeit Verständnis haben», sagte Flück.

Die Museumsführung «dankt Frau Rufer für ihren Einsatz, insbesondere für ihre Aufbauarbeit des Gästemarktes in Asien», ist weiter nachzulesen. Keine Antworten gibt Flück auf Fragen nach dem Kündigungsgrund, ob Rufer Kompetenzen überschritten hat und inwiefern die Kündigung etwas mit ihrer Funktion als Marketingleiterin zu tun hat.

Kündigung trotz Krankschreibung

Auf ihre Entlassung angesprochen, sagte Patricia Rufer gegenüber dieser Zeitung, dass sie keine schriftliche Kündigung erhalten habe und sie erst am Mittwoch orientiert worden sei, dass ihre Entlassung intern und extern kommuniziert werde. «Ich habe dann Herrn Flück darauf hingewiesen, dass ich nach wie vor infolge Unfall arbeitsunfähig bin und somit eine Kündigung gar nicht rechtens ist», sagte Rufer.

Akzeptieren will Rufer ihre Entlassung auf gar keinen Fall. «Aufgrund der Medienmitteilung könnte man ja glatt auf die Idee kommen, dass ich möglicherweise noch Geld veruntreut habe. Ich werde mich auf jeden Fall zu wehren wissen und den Rechtsweg beschreiten.» «Ich werde keine weiteren Angaben machen», sagte Flück zur Frage, ob es zutrifft, dass Rufer keine schriftliche Kündigung erhalten hat.

Berner Oberländer

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