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Bald drei neue Bahnen für Plaine Morte

Am südlichen Rand des Plaine-Morte-Gletschers sollen drei neue Wintersportbahnen entstehen. Zurzeit läuft die Auf­lage der Überbauungsordnung. Ob mit dem Bau der Anlagen wie geplant in diesem Jahr begonnen werden kann, ist noch offen.

Die Bergstation des alten Skilifts: Seit zwei Jahren steht die Anlage wegen technischer Probleme still; die Bügel wurden längst vom Umlaufseil entfernt. In der Bildmitte ist der Plaine Morte-Gletscher zu sehen, darüber leicht verdeckt das Gletscherhorn (2943 m). Rechts davon geht es hinunter an die Lenk.
Die Bergstation des alten Skilifts: Seit zwei Jahren steht die Anlage wegen technischer Probleme still; die Bügel wurden längst vom Umlaufseil entfernt. In der Bildmitte ist der Plaine Morte-Gletscher zu sehen, darüber leicht verdeckt das Gletscherhorn (2943 m). Rechts davon geht es hinunter an die Lenk.
Bruno Petroni

Unweit unterhalb des Plaine-Morte-Gipfels, an der äussersten Gemeindegrenze zum Walliser Tourismusort Crans-Montana, soll der in die Jahre gekommene Skilift durch einen Neubau ersetzt werden. Noch bis zum 20. Februar liegt bei der Bauverwaltung Lenk der entsprechende Antrag zur Überbauungsordnung «Skigebiet Plaine Morte» und die Zonenplanänderung «Landschaft» öffentlich auf.

«Eigentlich sind es drei Angelegenheiten, die vor dem Baubeginn geregelt werden müssen», sagt Jakob Trachsel auf Anfrage. Und der Lenker Bauverwalter erklärt: «Die Ergänzung des regionalen Beschneiungsrichtplans sowie die Änderung des regionalen Landschaftsrichtplans werden durch die Bergregion erledigt. Die kommunale Überbauungsordnung muss regeln, was innerhalb des betreffenden Perimeters gemacht werden darf, und der Zonenplan Landwirtschaft muss angepasst werden, weil der Perimeter der Überbauungsordnung in einem Landschaftsschutzgebiet liegt.»

Nach erfolgter Vorprüfung durch den Kanton Bern traten zwei Initianten von Mitwirkungseingaben schliesslich auf das Projekt ein. Gemäss Ausschreibung der Auflage finden allfällige Einspracheverhandlungen am Vormittag des 28. Februar im Gemeindehaus Lenk statt.

Drei neue Bahnen geplant

Der 1970 erbaute Skilift vom Gletscherrand hinauf zur Bergstation Plaine Morte steht seit über einem Jahr wegen technischer Probleme still. Aber auch die auf den Klimawandel zurückzuführende zunehmende Zerklüftung des Gletschers im unteren Bereich des Skilifts ist ein Thema: Das mehr und mehr eisfrei gewordene Lifttrassee ist mittlerweile derart schief und unausgeglichen, dass eine fahrbare Strecke in den letzten Jahren nur noch mit viel zugeführtem Schnee und grossem Aufwand hergerichtet werden konnte. Der weiter östliche liegende, zweite Skilift wurde wegen der veränderten Topografie bereits vor einigen Jahren aufgegeben und abgebaut.

Der 1970 erbaute Skilift vom Gletscherrand zur Bergstation Plaine Morte steht seit mehr als einem Jahr infolge technischer Probleme still.

Jetzt beabsichtigt die Remontées Mécaniques Crans-Montana Aminona SA, den maroden Skilift durch eine moderne Sesselbahn zu ersetzen. Weiter östlich sollen zusätzlich zwei kürzere Skilifte erbaut werden. Ob mit dem Bau der neuen Bahnen wie geplant noch in diesem Jahr begonnen werden kann, ist unsicher.

Weiterbetrieb sichern

Das am südwestlichen Rand des auf 2600 Metern über Meer gelegenen Plateaugletschers liegende Skigebiet ist von Crans-Montana aus via Violettes per Gondelbahn erschlossen. Vom Berner Oberland her ist das Gebiet nur mit Tourenskiern über den Gletscher erreichbar.

Die Zugehörigkeit zur Gemeinde Lenk löste auf Plaine Morte aber die Frage der raumplanerischen Sicherung des Skisportgebiets aus. Mit dem Erlass der Überbauungsordnung, der Ergänzung des Baureglements, der Änderung des regionalen Landschaftsrichtplans und der Ergänzung des Beschneiungsrichtplans sollen die raumplanerischen Voraussetzungen für den Weiter­betrieb des seit fünfzig Jahren bestehenden Tourismusgebiets geschaffen werden.

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