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Ausgezeichnete Holzbauten

Erich von Siebenthal als Präsident der Berner Waldbesitzerverbände zeichnete 15 regionale Bauten mit dem HSH-Label, dem Herkunftszeichen Schweizer Holz, aus.

Das Holz der beiden Gebäude der Wasserfassung des BKW-Kraftwerkes Fermelbach stammt aus Schweizer Wald und wurde hier verarbeitet.
Das Holz der beiden Gebäude der Wasserfassung des BKW-Kraftwerkes Fermelbach stammt aus Schweizer Wald und wurde hier verarbeitet.
Fritz Leuzinger

Gegen siebzig Waldbesitzer und Delegationen aus Bäuerten und Gemeinden trafen sich im Golfhotel in Saanenmöser zum In­formationsabend. Als Geschäftsführer im Waldbesitzerverband Obersimmental-Saanenland begrüsste Walter Perren 15 regionale Bauherren, die für ihre getä­tigten Bauobjekte mindestens 80 Prozent im Schweizer Wald gewachsenes Holz verbauten.

Nationalrat Erich von Siebenthal sagte als Präsident der Berner Waldbesitzerverbände: «Schweizer Holz ist der wichtigste Rohstoff in unserem Land. Dies wird zu wenig anerkannt, und das heimische Holz wird unter seinem Wert und seiner Würde gehandelt.»

Mehrere Funktionen

In seinem Referat bezeichnete Stephan Zöllig, Holzbauingenieur und Inhaber des Planungsbüros Timbatec AG in Thun, den Wald als grösste Schweizer Fabrik. Der Holzbau in der Schweiz sei auf Erfolgskurs. An drei grossen Bauobjekten zeigte der Holzbauingenieur auf, dass nach wie vor grosse Anteile an Holz für die Bautätigkeit aus Österreich, Deutschland und Polen importiert werden. Nur rund ein Fünftel des Verbrauches stammt aus der 12 800 Quadratkilometer grossen Schweizer Waldfläche.

Referent Zöllig zur Bedeutung des Waldes: «Der Wald schützt vor Naturgefahren, ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen und zugleich Erholungs- und Freizeitarena für den Menschen. Kluge Entscheide von Planern und Bauherren halten die Wertschöpfung in der Region, sodass auch der Wald davon profitieren kann.»

Die Wertschöpfungskette zeige eine Fehlentwicklung auf, wenn wegen höherer Preise und mit geringer Verfügbarkeit begründet Schweizer Holz nicht eingesetzt wird. Im Schweizer Wald wächst in zehn Minuten verwertbares Holz für ein Einfamilienhaus nach. Dazu wird Kohlenstoff­dioxid in der Luft in Wasser umgewandelt oder CO2 in Holzgebäuden langfristig gebunden.

Mit HSH-Label ausgezeichnet

Mit einer kleinen Einführung zum Herkunftszeichen Schweizer Holz (HSH) leitete der Haslitaler Holzbautechniker Thomas Lüthi von der Holzwirtschaft Lignum Schweiz über zu den Objektauszeichnungen für die Region Obersimmental-Saanenland. Zusammen mit Nationalrat Erich von Siebenthal wurden 15 Objekte mit dem HSH-Label ausgezeichnet.

An der Lenk sind es das Wohnhaus Blatti, der Wohnhausumbau von Stephan Klopfenstein, das Mehrfamilienhaus auf der Fuhre, die Fassade am Mehrfamilienhaus Zeller, Walker’s Schneebar im Hasler sowie die grosse Werkhalle von Ziörjen Landmaschinen und die Mitarbeiterhäuser des Hotels Lenkerhof. In St. Stephan sind es die beiden Gebäude der Wasserfassung des BKW-Kraftwerkes Fermelbach und Bergmanns Garage und Einstellraum.

In Gsteig sind es das Einfamilienhaus Perreten sowie die Vorsasshütte Reusch und in Gstaad das Mehrfamilienhaus Zelg. Dazu kommen die Ökonomiegebäude von Martin Sulliger, Zweisimmen, und Heinz Wittwer, Boltigen, wie auch der Landi-Neubau in Zweisimmen.

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