Aufstieg in die höchste Liga

Redaktor Samuel Günter zur zurückgezogenen letzten Einsprache gegen die V-Bahn.

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Nun ist die letzte Hürde genommen, die letzte Slalomstange umkurvt und das Ziel in Sichtweite. Es ist nicht anzunehmen, dass das Bundesamt für Verkehr der V-Bahn die Baugenehmigung verweigern wird, nachdem nun sämtliche Einsprachen bereinigt worden sind.

Das sind hervorragende Nachrichten für die Region. So wird der kriselnde Wintertourismus gestärkt. Der Markt schrumpft, der Gast wird anspruchsvoller, und die Konkurrenz schläft nicht. Die Zeitersparnis und der zusätzliche Komfort auf dem Weg von der Wohnung zur Piste, die die V-Bahn bieten wird, fallen da doppelt ins Gewicht.

Die V-Bahn wird nicht die grosse Trendwende im Wintertourismus einleiten. Aber sie katapultiert die Jungfrauregion in die höchste Liga und bringt sie in eine Position der Stärke. Dies jedoch grösstenteils auf Kosten der inländischen Konkurrenz. Gerade für mittelgrosse Skigebiete dürfte die Luft noch dünner werden.

Natürlich dient das Projekt nicht allein dem Wintersport, sondern auch dem Sommertourismus und vor allem der Cashcow des Unternehmens – dem Jungfraujoch. Wenn diese von der V-Bahn nicht profitieren würden, wäre das 470-Millionen-Franken-Projekt schlicht nicht finanzierbar.

s.guenter@bom.ch (Berner Oberländer)

Erstellt: 28.02.2018, 20:42 Uhr

Samuel Günter. (Bild: zvg)

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