Auf den Hundschopf gekommen

Wussten Sie, dass der Hundschopf während der Sommermonate über einen einfachen, wenn auch ziemlich steilen Bergwanderweg durchstiegen werden kann?

Der Blick vom Hundschopf im Sommer. Der Weg ist unten links zu erkennen.

Der Blick vom Hundschopf im Sommer. Der Weg ist unten links zu erkennen.

(Bild: Ferdinand Waespe)

Bruno Petroni

Einem Bergweg, der sich im Zickzackkurs durch die markante Felspartie schlängelt, ab der Station Wengernalp der gleichnamigen Bahn sogar in einer guten Viertelstunde. Wer die 87 Prozent Gefälle (das sind 41 Grad!) dann am eigenen Leib erfahren will, kann ja mal den Weg verlassen und es gleich «gedi ueche» versuchen. Hohe Bergschuhe mit gutem Profil und eine durchtrainierte Achillessehne sind da ein grosser Vorteil.

Doch auch so schaffen dies nur die Allerwenigsten – die meisten Zeitgenossen dürften indes schon beim normalen Begehen des «Wäglis» bedient sein. Zumal mit Erreichen der Plattform auf dem Hundschopf die Wanderung ja eigentlich erst beginnt. Von hier ist das Starthäuschen auf dem Lauberhorn nämlich bereits zu sehen; aber noch weiiit weg. Ist die Lauberhornschulter dann nach einer Stunde schweisstriefend erreicht, ist dann möglicherweise die Startbar geschlossen; es wartet nochmals eine Dreiviertelstunde Abstieg zur Kleinen Scheidegg.

Ein schöneres Panorama in ­unmittelbarer Nähe zur Zivilisation findet man auf diesem Globus nirgends.

Wie bitte, tönt nach Plackerei? Dann werde man sich aber doch bitte bewusst, in was für einer Arena man sich dieses Fitnessprogramm antut. Ein schöneres Panorama in unmittelbarer Nähe zur Zivilisation findet man auf diesem Globus nirgends, was selbst von den Königen des Skisports immer wieder bestätigt wird.

Naheliegend, dass diese sich während ihrer Höllenfahrt nach Wengen hinunter die Schönheiten der Jungfrauregion kaum gross reinziehen können. Wenn man aber die leuchtenden Augen von Beat Feuz und seinen Kollegen sieht, wenn sie von ihren Gefühlen sprechen, im Starthäuschen auf der Lauberhornschulter zu stehen, dann versteht jeder, was damit gemeint ist.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...