Auch Kiental-Reichenbach Tourismus sagt Ja zu TALK

Der Kanton Bern forderte im Jahr 2011 eine Halbierung der Destinationen. Die Lösung im mittleren Oberland heisst Tourismus Adelboden-Lenk-Kandersteg AG (TALK). Nun hat auch Kiental-Reichenbach den Betritt beschlossen.

Der Tourismusvorstand mit teils neuen Funktionen(v.l.): Adrian Ryter (neu Vizepräsident), Heiner Schwarzenbach (neu Präsident), Jürg Bühler und Andrea Aellig (bisherige Vorstandsmitglieder), Peter Marti und Elsbeth Aebischer (neu im Vorstand).

Der Tourismusvorstand mit teils neuen Funktionen(v.l.): Adrian Ryter (neu Vizepräsident), Heiner Schwarzenbach (neu Präsident), Jürg Bühler und Andrea Aellig (bisherige Vorstandsmitglieder), Peter Marti und Elsbeth Aebischer (neu im Vorstand).

(Bild: Rösi Reichen)

Der Gemeinderat Reichenbach hat an einem Treffen letzte Woche den Plänen für die neue Destination TALK zugestimmt. Die Gemeinde wird Aktionärin der neuen AG.

Deshalb hat Kiental-Reichenbach Tourismus schnell gehandelt und eine ausserordentliche Hauptversammlung angesetzt. Sie fand nur eine Woche nach der Zusage des Gemeinderats in Kiental statt, wo sich 23 stimmberechtigte Mitglieder und eine ganze Reihe Gäste einfanden.

Nur eine Frage wurde gestellt und beantwortet: Das Tourismusbüro bleibt bestehen, ist aber TALK unterstellt. 21 Personen stimmten für den Beitritt zur TALK AG, 2 enthielten sich der Stimme. Der Präsident von Kiental-Reichenbach Tourismus, Heiner Schwarzenbach, reagierte positiv: «Es wurde viel Arbeit geleistet, und eine Ablehnung wäre eine herbe Enttäuschung gewesen.

Es war ein anspruchsvolles Jahr mit vielen Sitzungen, aber es macht Freude zusammenzuarbeiten.» Gemeinderatspräsident Hansueli Mürner betonte, dass der Entscheid für den Beitritt und die Aktienbeteiligung an TALK an der nächsten Gemeindeversammlung vom 1. Juni 2017 traktandiert werde. Der Souverän habe das Sagen. Adelboden Tourismus hat am letzten Freitag dem Beitritt zugestimmt.

Verein gestutzt

Die neue Destination wird die Aktiven und Passiven von Kiental-Reichenbach Tourismus übernehmen, die Angestellten und deren Schulung ebenfalls. Der Tourismusverein besteht weiter, auch der Vorstand arbeitet nahezu wie bisher weiter, hat Kontakte zu den Leistungsträger wie Gastroanbietern, Ferienwohnungsbesitzern und ist das Bindeglied zu Bevölkerung und Gästen.

Jürg Bühler führt das Projekt «Themenweg Postauto» weiter, und der Verein kann Wünsche und Projekte bei TALK zur Realisierung einreichen. Der Verein hat nur noch die Mitgliederbeiträge als Budget. Elsbeth Aebischer von der Sportbahnen Kiental AG und Peter Marti, Vertreter des Gemeinderats, wurden neu in den Vorstand gewählt.

Von 10 auf 5

2011 hat der Kanton Bern die Reduzierung der Destinationen von zehn auf fünf gefordert. Der Start für die siebentgrösste Destination in der Schweiz war eigentlich auf den 1. Januar 2017 geplant. Nun haben die Verantwortlichen vor, wenn alle Vereine und Gemeinden zustimmen und die neue AG gegründet worden ist, ab 1. Juli Schritte zur Umsetzung der Pläne einzuleiten.

Im schwierigen Umfeld mit starkem Franken sei die Schweiz teuer, die Ziele verlagerten sich in die Städte, der Tourismus in den Alpen habe eine strukturelle und konjunkturelle Nachfragekrise.

Touren von Gästen aus fernen Ländern ergäben mehr. Sie könnten aber die Einbussen nur geringfügig kompensieren, wurde Jürg Schmid von Schweiz Tourismus zitiert. Die Verantwortlichen der neuen grossen Destination erhoffen sich mit der Mittelkonzentration eine bessere Werbung und eine stärkere Wahrnehmung des Berner Oberlands.

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