Grindewald

Arbeiten für V-Bahn brauchen Platz

Grindewald Bei der Gletscherschlucht soll während der nächsten drei Jahre ein Umschlag-, Lager- und Vormontageplatz für den Bau der V-Bahn eingerichtet werden.

Ein Teil des Areals beim Eingang der Gletscherschlucht – rund 1000 Quadratmeter rechts neben der Grünfläche – soll bei den Arbeiten für die V-Bahn genutzt werden.

Ein Teil des Areals beim Eingang der Gletscherschlucht – rund 1000 Quadratmeter rechts neben der Grünfläche – soll bei den Arbeiten für die V-Bahn genutzt werden. Bild: Bruno Petroni

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Der Gemeinderat Grindelwald macht sich bereit für den Baubeginn der V-Bahn. An seiner letzten Sitzung gab er grünes Licht für die Nutzung eines Teils des Areals bei der Gletscherschlucht als Umschlag-, Lager- und Vormontageplatz.

Eine solche Zwischennutzung sei nichts Neues, wie Gemeindepräsident Christian Anderegg am Donnerstag gegenüber dieser Zeitung erklärte. «Der Platz ist abgelegen, aber gut erschlossen und hat sich bei anderen Bauprojekten im Tal und im Gebirge bewährt – etwa bei der Erstellung der Anlagen der Holzwärme Grindelwald AG.»

Die Bauvorbereitungen würden nicht das ganze Areal in Anspruch nehmen. «Peter Bohren als Vertreter der Bauherrschaft aber auch Mitglied des Gemeinderates bestätigte, dass nur der hintere Teil mit rund 1000 Quadratmetern genutzt werden müsste», erläuterte Anderegg und hält fest, das Bohren in diesem Geschäft in den Ausstand trat.

Der andere Teil des Areals, der heute oft als Landeplatz für Helikopter genutzt werde, bleibe frei. «Das ist auch im Sinn der Bauherrschaft, die im Verlauf der Arbeiten auf Helikoptertransporte angewiesen ist.»

3 Franken pro Quadratmeter

Die Bauherrschaft muss der Gemeinde pro Jahr und Quadratmeter 3 Franken bezahlen. Der Gemeinderat stimmte der Nutzung für drei Jahre zu.

«Der Baustart ist für den 4. Juni geplant», sagte Anderegg. «Auf die Wintersaison 2020/2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.»

Die V-Bahn umfasst den Ersatz der Männlichenbahn, eine neue Gondelbahn – den Eiger-Express –, eine Haltestation der Berner-Oberland-Bahn an der Rothenegg, einen neuen Terminal im Grund, ein Parkhaus im Grund und die Erneuerung des Rollmaterials der Wengernalpbahn und der Jungfraubahn. Kostenpunkt: 470 Millionen Franken.

2014 gaben die Gemeindeversammlungen von Grindelwald und Lauterbrunnen grünes Licht für das Projekt. Doch das Vorhaben blieb umstritten. In den letzten Monaten konnten die Verantwortlichen die Differenzen mit verschiedenen Einsprechern bereinigen. Noch fehlt aber die Bewilligung des Bundesamtes für Verkehr. Diese wird bis Ende Mai er­wartet. (Berner Oberländer)

Erstellt: 17.05.2018, 17:31 Uhr

Mittelegihütte

«Die Mittelegihütte am Nordostgrat des Eigers ist eine der spektakulärsten und aussergewöhnlichsten Übernachtungsmöglichkeiten für Bergsteiger im gesamten Alpenraum», so Gemeinde­präsident Christian Anderegg. Zu Stosszeiten gelange sie aber an ihre Grenzen, weshalb die Besitzerin, der Bergführerverein Grindelwald, ausbauen möchte. «Ein Ausbau in dieser exponierten Lage ist aber aufwendig und entsprechend teuer.» Das Vorhaben soll zu 60 Prozent durch den Verein und dessen Mitglieder finanziert werden. Es bleibe ein Fehlbetrag von 160'000 Franken, der über Spenden und Beiträge beglichen werden soll.
Der Gemeinderat genehmigte deshalb einen Beitrag von 10'000 Franken. Gleichzeitig fliessen 30'000 Franken aus dem Fonds zur Unterstützung von tourismuswirksamen Veranstaltungen und Projekten an das Vorhaben. Der Fonds übernimmt zusätzlich eine ­Defizitgarantie von 27'000 Franken.

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