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ARA funktioniert konstant gut

Die ARA Region Interlaken in Unterseen funktioniert gut, und ihre Rechnung schloss besser als budgetiert.

Die Wärmepumpenzentrale der BeoTherm AG auf dem Gelände der ARA Region Interlaken.
Die Wärmepumpenzentrale der BeoTherm AG auf dem Gelände der ARA Region Interlaken.
zvg

Als Hans Peter Abegglen 1999 seine Arbeit als Betriebsleiter der ARA in Interlaken aufnahm, wurde eben die erste Ausbauetappe fertig. «Mein Vorgänger Walter Zobrist schloss damals die Schlammentwässerung und -behandlung ab», erinnert sich Abegglen.

Der Abwasserreinigungsanlage, die 1975 von 8 Bödeligemeinden gebaut worden war, waren zur Jahrtausendwende 12 Gemeinden angeschlossen. Seither kamen noch einmal 3 Gemeinden dazu – und 2 weitere Ausbauetappen: die Schlammfaulung samt Blockheizkraftwerk und die neue Wasserstrasse.

Sinkende Abgaben

Zusammen mit der Reduktion von Fremdwasser aus den Gemeindekanalisationen führte die gute und konstante Klärleistung dazu, dass die Abgaben für den Abwasserfonds des Kantons seit 2000 von 700 000 auf 366 353 Franken sanken. Auch die einzelnen Gemeinden spüren den Erfolg ihrer Investitionen: So hat Interlaken in den letzten Jahren viele Abwasserleitungen saniert, liefert nun weniger Sickerwasser an die ARA und muss so 10 Prozent weniger zahlen.

Zufrieden waren die Delegierten auch mit der Rechnung 2018, die bei 2,3 Millionen Franken Aufwand 176 000 Franken besser schloss als budgetiert. Wie Finanzverwalter Stephan Oberli erläuterte, lag das gute Ergebnis teils an Mehrerträgen, teils an Minderausgaben – so verlangte der Kanton nur 60 Prozent der Abwasserabgaben, weil der Fonds derzeit gut gefüllt ist. Mit der Entsorgung von Schlämmen aus dem Gewerbe, der Leerung von TOI-Toiletten und ähnlichen Leistungen für Dritte erwirtschaftete die ARA mehr als eine halbe Million Franken, sodass den Gemeinden noch Kosten von 1,7 Millionen blieben.

Die Investitionen von 1,2 Millionen Franken setzten sich aus vielen kleineren Posten zusammen. In den nächsten Jahren geht es ähnlich weiter. Ein grösserer Brocken sind zwei Gefahrengutcontainer, die aus Brandschutzgründen ausserhalb der Gebäude aufgestellt werden müssen. Noch offen ist das Projekt «Organisation Abwassernetz»: Ob die Gemeinden ihre Kanalisationen an die gemeinsame ARA abgeben, entscheiden eine Delegiertenversammlung und die Stimmbürger jeder Gemeinde.

Einstimmig wählten die Delegierten am Donnerstag Hans-Ueli Vögeli (Unterseen) als Nachfolger für Max Ritter in den Vorstand und bestätigten die anderen Vorstandsmitglieder sowie den Präsidenten Kaspar Boss im Amt. Applaus erntete auch Hans Peter Abegglen, der die Betriebsleitung seinem bisherigen Stellvertreter Martin Caflisch übergibt – nach einer öffentlichen Ausschreibung und einem ordentlichen Auswahlverfahren, wie der scheidende Betriebsleiter mit Genugtuung feststellte.

«In der Ära Abegglen wurde die ARA vom Abwasserentsorger zu einem Unternehmen, das auch Dienstleister und Energieproduzent ist», sagte Kaspar Boss. «Die ARA hat ein solides Fundament, auf dem sie sich weiter entwickeln kann.»

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