Anlaufstelle bei Gesundheitsproblemen

Interlaken

Am Bahnhof Interlaken West geht die öffentliche Walk-in-Clinic der fmi Spitäler AG in Betrieb. Zu Bürozeiten bietet die Klinik raschen Zugang zu medizinischer Versorgung ohne Voranmeldung.

Tina Wyss (links) und Franziska Fischer betreuen die neue Walk-in-Clinic am Bahnhof Interlaken-West.

Tina Wyss (links) und Franziska Fischer betreuen die neue Walk-in-Clinic am Bahnhof Interlaken-West.

(Bild: Bruno Petroni)

«Die Notfallstation im Spital Interlaken war zeitweise von Bagatellfällen verstopft. Zusätzlich mussten schwerere Fälle behandelt werden», sagt Urs Gehrig, Geschäftsleitungsvorsitzender der Spitäler fmi AG.

Das soll sich nun ändern: Mit der Eröffnung der Walk-in-Clinic im Bahnhofsgebäude Interlaken-West morgen gehe die Spitäler fmi AG auf den zunehmenden Mangel an Hausärzten und auf ein grosses Bedürfnis der regionalen Bevölkerung ein: Menschen, die keinen Hausarzt haben oder finden, bekommen zu Bürozeiten niederschwelligen Zugang zu medizinischer Versorgung – ohne Voranmeldung. Die Walk-in-Clinic steht aber auch in- und ausländischen Urlaubern und Tagesgästen offen.

«Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den Hausärzten und dem medizinischen Angebot der Region.»Urs Gehrig, Vorsitzender Spitäler fmi AG, Betreiberin Walk-in-Clinic Interlaken

Abends ab 18 Uhr und am Wochenende steht der Hausärzte-Notfall Interlaken im Spital Interlaken zur Verfügung. Urs Gehrig: «Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den Hausärzten und dem medizinischen Angebot der Region. Eine gute Zusammenarbeit ist uns wichtig.»

Helle, freundliche Räume

Im ersten Stock des Bahnhofsgebäudes hat die Walk-in-Clinic auf rund 160 Quadratmetern helle, freundliche Räume bezogen. Neben der Réception hat es drei grosszügige Behandlungsräume mit Tageslicht. Zudem gibt es ein Labor, einen Ultraschall- und einen Röntgenraum.

Die Walk-in-Clinic ist digital vollständig mit dem Spital Interlaken vernetzt. Der Leiter ist Dr. med. Daniel Schenk, der grosse Erfahrung im gesamten Spektrum der Hausarzttätigkeit hat und Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin ist. Schenk: «Ob wegen Husten, Durchfall oder für die Wundversorgung: In der Walk-in-Clinic ist man gut aufgehoben. Auch Kinder mit kleineren hausärztlichen Problemen werden hier behandelt.»

Schenks Mitarbeiterinnen sind die Medizinischen Praxisassistentinnen Tina Wyss und Franziska Fischer. Das Team setzt medizinische Prioritäten und verweist komplexere Fälle an Spezialisten. Schenk: «In dringenden Fällen ist eine rasche Verlegung ins Spital Interlaken problemlos möglich.» Ab Juni wird zudem einmal pro Woche ein Urologe des Urozentrums BeO Sprechstunden an­bieten.

Walk-in-Clinic ist ausbaubar

Vermieterin der Räumlichkeiten ist die BLS. Für die Realisation der Walk-in-Clinic hat die Spitäler fmi AG rund 700'000 Franken investiert. Weitere 140 Quadratmeter Reservefläche im Rohbau können bei Bedarf ausgebaut werden. Optimal ist die Nähe zur Bahnhofsapotheke im Parterre. Für das Parking sind Klinikbesucher auf die öffentlichen Parkplätze angewiesen.

Berner Oberländer

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