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Ankunft Saanen, Abfahrt Gstaad

Gstaad und Saanen sind Etappenorte der Tour de Suisse am 12. Juni. Die Destination Gstaad kann sich nicht nur mit diesem Event weiter als Radsport­region in Szene setzen.

Solche Radrennsportszenarien sind gefragt. Wird es auch in Saanen an der Tour de Suisse am 12. Juni so knapp? Auf dem Bild der Finish der Tour de Suisse vom letzten Jahr, der von Menziken nach Bern führte.
Solche Radrennsportszenarien sind gefragt. Wird es auch in Saanen an der Tour de Suisse am 12. Juni so knapp? Auf dem Bild der Finish der Tour de Suisse vom letzten Jahr, der von Menziken nach Bern führte.
zvg

Radsportfans dürfen sich besonders freuen, denn 2018 sind Saanen und Gstaad gleich an zwei Tagen Etappenort der Tour de Suisse. Am 12. Juni kommt der Tross zunächst in Saanen an. Tags darauf, am 13. Juni, startet die Tour dann von Gstaad aus in die nächste Etappe.

Damit knüpft das Saanenland an eine alte Tradition an, denn bis 1994 hatte Gstaad insgesamt fünfmal einen Etappenort der Tour de Suisse organisiert (1950/1951/1969/1972/1994). In der weiteren Region stammt die letzte Etappenankunft aus dem Jahr 2005.

Damals startete die 7. Etappe in Einsiedeln und endete nach 192,8 Kilometern in der Obersimmentaler Gemeinde Lenk. Interessant ist, dass die Region, obwohl die Trainingsbedingungen im Winter alles andere als ideal sind, mit Hanskurt Brand, Sven Montgomery und Florian Stalder immer wieder Radprofis hervorbrachte. Aktuell auch mit Luca Cairoli, der in der Elitekategorie fahrend den Durchbruch nach ganz oben zu schaffen versucht.

Die Tour macht am vierten Tag in Gstaad Station; die Fahrer kommen aus Gansingen SH und müssen von dort aus langsam, aber sicher das Flachland hinter sich lassen. Es muss zwar noch kein schwerer Pass erklommen, aber bis zur Ankunft in Gstaad müssen einige Höhenmeter zurückgelegt werden.

Die Zielankunft erreichen die Fahrer via den kleinen Pass bei Saanenmöser und nach einer schnellen Abfahrt direkt ins Zielgelände. Auf dem Flugplatz von Saanen machen die Rennfahrer eine Runde, bevor es auf die Zielgerade geht.

Mit Weltmeister Sagan

Einen Tag später geht es von der Promenade in Gstaad aus für die 5. Etappe über drei grosse Anstiege und durch drei Skigebiete. Über den Col du Pillon führt die Tour nach Montana und von dort bis nach Leukerbad.

Mit Peter Sagan hat der aktuelle Weltmeister und im Moment wohl interessanteste Rennradprofi der Gegenwart seine Teilnahme bereits bestätigt. Auch bei den startenden Schweizer Profis rechnet sich sicher der eine oder andere Siegeschancen im Saanenland aus. Ein Medienzentrum wird am Dienstag für die Journalisten aus aller Welt am Flugplatzhangar in Saanen eingerichtet.

Airport Race für jedermann

Im Vorfeld der Etappenankunft bietet sich am Airport Race die Gelegenheit für Klein und Gross, in verschiedenen Kategorien selbst einmal Rennluft zu schnuppern. Und dies auf der originalen Schlussrunde der Zielankunft in Gstaad. Jeder Teilnehmer erhält einen kleinen Preis, und für die Sieger winken attraktive Sachpreise.

Die Destination Gstaad ist mit ihren fünf attraktiven Seitentälern schon lange ein Geheimtipp für Rennradsportler, schreibt Gstaad-Saanenland Tourismus (GST). Die Touren befinden sich auf 1000 bis 1800 Metern Höhe und bieten besondere Erlebnismomente.

Die Destination verbindet abwechslungsreiche Touren- beziehungsweise Trainingsmöglichkeiten mit alpinem Erlebnis. Die Regenerationsmög-lichkeiten gelten als sehr gut. Neu bietet das Alpinzentrum einen Bike-Shuttle, der in der Destination Gstaad sowie in den umliegenden Gebieten die Biker direkt zu den schönsten Singletrails fährt. Die Region ist bestrebt, das Angebot für Radfahrer auszubauen.

So wird in diesem Sommer beispielsweise ein neuer Pumppark mit einem einmaligen «Doppelgugelhopf»-Element entstehen. Das Angebot integriert sich in die Anlage des Jugendzentrums in Saanen und ist eine Ergänzung zum bestehenden Skatepark. Auch für nächsten Sommer sind in der Destination Gstaad einige Neuigkeiten und Erweiterungen im Bikebereich vorgesehen.

Das bereits bestehende E-MTB-Angebot wird klarer gebündelt und erweitert. Zudem wurde im letzten Herbst der Downhill-Track am Rellerli von der Berg- bis fast zur Talstation verlängert. Auf dieser attraktiven und selektiven Strecke organisiert der Veloclub Saanenland Ende Juli die Schweizer Meisterschaft Downhill.

Hinzu kommt mit dem Bergkönig das erste Vintage-Velo-Festival der Schweiz hinzu, das am 25./26. August bereits zum zweiten Mal stattfindet. Die 500 Startplätze sind schon zur Hälfte vergeben.

(pd/sp)

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