Amerikaner eroberten Kandertal

Frutigen

Das dreitägige Country- und Western-Festival Frutigen wurde auf der Bühne vor allem von amerikanischen Künstlern bestritten, doch auch der Umzug lockte Publikum an.

Mit Westernhut: US-Musiker Johnny Falstaff brachte Countryflair nach Frutigen.

Mit Westernhut: US-Musiker Johnny Falstaff brachte Countryflair nach Frutigen.

(Bild: PD)

In den Westernfilmen ist es meist heiss und trocken, und der Staub kratzt in den Hälsen der Darsteller. Damit hätten sich weder ­Besucher noch Künstler am dreitägigen Country- und Western-Festival in Frutigen 2018 quälen müssen, schreiben die Veranstalter.

Insbesondere am Freitag und am Samstag spürte man die Witterung und den Temperatursturz auch beim Besucheraufmarsch im Westerndorf. Das habe aber der guten Stimmung im Festzelt keinen Abbruch getan.

«Die Besucher stammen  mittlerweile  bereits aus der  ganzen Schweiz.»Hanspeter Ryter, OK-Präsident

Das musikalische Programm mit den US-Musikern John McCullough, Johnny Falstaff, Ernest Ray Everett, Doug Adkins, Daniel T. Coates und Kim Carson brachte Westernfeeling nach Frutigen. Einheimisches Schaffen wurde mit Full Moon Rodeo aus Basel sowie im Aussenprogramm mit Rosewood und Frets unlimited geboten.

Die sanften bis ­rockigen Klänge der Coversongs und Eigenkompositionen hätten im Festzelt für eine gemütliche ­familiäre Atmosphäre gesorgt, und auch die Linedance-Bühnen seien entsprechend gut genutzt worden.

Familiensamstag kam gut an

Der mit Märchenerzähler, Zauberer und Linedance-Workshops aufgewertete Samstagnachmittag war auf Familien ausgerichtet, und dieses neue Element fand seine Anhänger. Dasselbe kann vom sonntäglichen Westernbrunch mit anschliessendem Konzert ­gesagt werden, was leider zu Wartezeiten führte.

OK-Präsident Hanspeter Ryter zeigte sich dennoch zufrieden. Die Anzahl Eintritte bei dieser zweiten Durchführung konnte gegenüber letztem Jahr deutlich gesteigert werden. «Die angestrebte Marke von 1000 Eintritten wurde klar übertroffen», sagte Ryter.

«Die Besucher stammen mittlerweile bereits aus der ganzen Schweiz.» Das sorge dafür, dass die Grundlage für weitere Austragungen gelegt sei. «Beim Publikum überraschend gut angekommen ist der Umzug am Samstagnachmittag durch das Dorf, mit dem die Leute dann gleich ins Westerndorf geholt werden konnten.» Und auch der Hauptpreis der Tombola – ein Flug nach Nashville in die Heimat der Country- und Westernmusik – fand eine strahlende Abneh­merin.

Verbesserungspotenzial bei der Organisation sehe man immer, äusserte sich der OK-Präsident selbstkritisch. Dennoch habe allgemein Zufriedenheit geherrscht, als die Palisadentore des Westerndorfes am Sonntagnachmittag vom Sheriff für dieses Jahr endgültig geschlossen wurden.

pd

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt