Alterspoesie gegen jugendlichen Übermut

Saanen

Verinnerlicht und sparsam im Ausdruck, besonnen im Anschlag: Radu Lupu wirkte im Klavierkonzert Nr. 21 von Mozart am Donnerstagabend als Kontrast zum erfrischenden Spiel des Zürcher Kammerorchesters.

Tief versunken, gut verankert: Radu Lupu bietet Mozart in der Kirche Saanen als Innenschau. Rechts Dirigent Jukka-Pekka Saraste, ringsum das Zürcher Kammerorchester.

(Bild: zvg / Miguel Bueno)

Radu Lupu. Allein der Name ist lautmalerisch wie ein Gedicht. Und so spielt er auch, der 72-jährige Starpianist aus Rumänien, der so kein Aufheben von sich macht: lyrisch, verinnerlicht, weich im Anschlag, fein in der Linienführung, unspektakulär im Gestus. Will sagen: Was er bewegt, sind ausser Händen und Fingern höchstens noch die Augenlider und Wimpern, auch ein Gesichtsmuskel zuckt hie und da.

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