Alte Kampfjets als beliebte Sujets

St. Stephan

Das Flugplatzfest zu Ehren des legendären Papyrus-Hunter zog einmal mehr viele Hundert Besucher und Freunde der alten Schweizer Kampfjets ins Obersimmental.

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Auf dem ehemaligen Militärflugplatz St. Stephan und im ganzen Obersimmental wurden schon Tage vor dem Flugplatzfest Erinnerungen wach, hauptsächlich an die Fliegerstaffel 15. Das Dröhnen der Triebwerke der in der Schweiz flugtauglich gehaltenen Hunter, allen voran natürlich der in St. Stephan stationierte weisse Papyrus-Hunter, tönte in den Ohren der vielen Kampfjetfreunde wie Musik.

Beat Radelfinger, Präsident des Huntervereins Obersimmental: «Der Wettersituation entsprechend mit dem tief liegenden Wolkenkamm besuchten uns aus der alten Garde weniger Gastflugzeuge. Auch die angekündigten Passagierflüge des Swiss- Hunter-Teams von heute Samstagnachmittag mit Hunter, Vampire und PC7 mussten wir der Sicherheit halber einschränken.»

Manöver im engen Tal

Für eine faszinierende Flugshow nutzte Papyrus-Pilot Ueli Leutert, damaliger 15er-Staffelkommandant, mit zwei Hunter-Piloten ein offenes Wolkenfenster über St. Stephan. Die drei demonstrierten im engen Tal ihr fliegerisches Können.

Damit sorgten sie optisch wie akustisch für beliebte Foto- und Videosujets der vielen Besucher, die den Pistenrand säumten. Gemächlicher nahm es die silbern glänzende Swissair-DC3 bei ihren Überflügen. Sie wurde eskortiert von drei zweimotorigen Tiefdeckern Beech 18.

Ausgeglichene Finanzen

Der Hunterverein Obersimmental nutzte sein Flugplatzfest auch zur Vereinsversammlung im grossen Hangar. Dem Jahresbericht von Präsident Beat Radelfinger war zu entnehmen, dass das Flaggschiff Papyrus-Hunter im März zur Jahreskontrolle und der Vampire-Trainer zum Funk­einbau nach Altenrhein überflogen wurden.

Vizepräsident Walter Knutti ist nach 2 Jahren und Herbert Messerli als Gemeindevertreter Lenk nach 24 Jahren aus dem Vorstand ausgeschieden. Messerlis Aufgaben übernimmt künftig Björn Bähler aus der Lenk.

Die Jahresrechnung schloss mit 3156 Franken Mehrausgaben ab. Der Hunter-Unterhalt war höher als erwartet. Auch muss mit dem Ersatz des Schleudersitzes gerechnet werden. Kassier Johann Zahler: «In der Hunter-Familie ist ein grosses Spendenengagement festzustellen. Aktuell sind es bereits fast 17 000 Franken.» Der Vereinsbeitrag für die 932 Mitglieder wurde bei 30 Franken belassen. In Vorbereitung ist das Jubiläum 25 Jahre Hunterverein Ende August 2019.

Die Geschichte des Papyrus Hunter erzählt Ueli Leutert als damaliger Kommandant der Fliegerstaffel 15 auf www.hunterverein.ch.

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