ABO+

Allein 158'925 Meter gings bergauf

Spiez

Maria-Theresia Zwyssig (33) ist zurück: Nach 18 Monaten, 15'000 Velokilometern und 1'711 km Fussmarsch auf dem Great Himalaja Trail. Eine Lebensschule, wie sie sagt.

  • loading indicator
Jürg Spielmann

«Und du glaubst, die Fäden immer in den Händen zu halten...», sagt Maria-Theresia Zwyssig. Sie reist in Gedanken gut zwei Monate zurück. Und da ist es dramatisch: Der Träger, Teil ihrer Vierergruppe auf dem Great Himalaja Trail, hängt im Seil.

Ein Brocken, gut und gern einen Kubik gross, löst sich, trifft ihn beim Abseilen am Becken. 80 Meter ab Boden. Schockzustand. Keine Helirettung ist möglich, das Wetter miserabel.

Heruntergelassen, wird der Verunfallte auf einer Plastikplane über die Eiswüste gezerrt. Muss aus eigener Kraft über eine Gletscherspalte springen. Hilflosigkeit. Warten. Zwei Träger, aus dem Tal herbeigeeilt, bringen ihn in ­Sicherheit.

Er hat Glück, erleidet keine innere Verletzung, trägt starke Prellungen und gerissene Muskeln davon. Kurz darauf ist Schluss. «Wir hatten unser Ziel in Hilsa erreicht, aber das rückte in den Hintergrund», sagt die Spiezerin. «Auf einmal hast du die Fäden nicht mehr in der Hand...»

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt