Aareschlucht trotzt der Tourismus-Flaute

Meiringen

Überraschend gute Zahlen hat das touristisch schwierige Jahr 2016 der Aareschlucht AG beschert. «Mehr als zufrieden» blickt auch die neue Pächterschaft Gastwerk GmbH auf ihr erstes Betriebsjahr zurück.

Die Restaurationsbetriebe der Aareschlucht konnten unter dem neuen Pächter Gastwerk GmbH schon im ersten Geschäftsjahr eine schwarze Null erwirtschaften.

Die Restaurationsbetriebe der Aareschlucht konnten unter dem neuen Pächter Gastwerk GmbH schon im ersten Geschäftsjahr eine schwarze Null erwirtschaften.

(Bild: Hans Peter Roth)

Zufriedene Gesichter an der Generalversammlung (GV) der Aareschlucht AG am Samstag. Dank dem Erfolg im Geschäftsjahr 2016 konnte Verwaltungsratspräsident Andreas Michel den Aktionären eine Dividendenausschüttung von 10 Prozent in Aussicht stellen. «In einer so komfortablen Lage sind zurzeit nur wenige touristische Leistungsträger», betonte Michel im Anschluss an die GV gegenüber dieser Zeitung. «Dazu konnten wir die nötigen Abschreibungen vornehmen und Rückstellungen tätigen für künftige Investitionen.»

«Positiv überrascht»

Im touristisch schwierigen Jahr 2016 hätte man nicht mit einem derart guten Ergebnis rechnen können. So heisst es im Jahresbericht der Aareschlucht AG, der Besucherstart ins letzte Geschäftsjahr sei wegen der mehrheitlich schlechten Witterung «mehr als durchzogen» gewesen. «Dementsprechend befürchteten wir für die Aareschlucht einen Rückgang und waren dann positiv überrascht, als sich bei der Abrechnung ein beachtliches Plus von 5,9 Prozent auf rund 149'000 Eintritte ergab.» Damit erhöhte sich der entsprechende Umsatz um 5,3 Prozent auf 1'073'000 Franken.

«Sehr befriedigt» äussert sich Andreas Michel auch zur Zusammenarbeit mit der Gastwerk GmbH: «Das neue Restaurationskonzept der Aareschlucht kam ausgezeichnet an bei den Schluchtbesuchern. Diese konsumierten in der Folge bedeutend mehr.» Das erste Jahr der neuen Pächterschaft mit Christian Krebs, Pierre Dollberg und Susanne Crillovich habe der Aareschlucht AG bereits 2016 einen Pachtzins in der Grössenordnung des Vorjahres beschert.

Schwarze Null

«Mehr als zufrieden» zeigt sich umgekehrt Christian Krebs von der Gastwerk GmbH, die auch das Berghaus Niederhorn führt und die Restaurationsbetriebe der Aareschlucht mit acht Angestellten betreibt: «Schon im ersten Betriebsjahr konnten wir unsere Investitionen amortisieren und damit unter dem Strich mit einer Schwarzen Null abschliessen. Das ist in dieser Branche keineswegs selbstverständlich.»

Immer auch ein Testjahr

Trotzdem gebe es noch deutliches Verbesserungspotenzial, meint Christian Krebs, der auch die «super Zusammenarbeit» mit der Aareschlucht AG unterstreicht. Das erste Betriebsjahr sei immer auch ein Testjahr. Das neue Betriebskonzept habe sich offensichtlich bewährt, doch man wolle den Kundenwünschen noch besser gerecht werden. «Nun freuen wir uns auf die neue Saison mit weiter optimierten Angeboten.»

Berner Oberländer

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