«Wenn Frage mi plage, gani jetz i Wald»

Interlaken

15 Jahre Waldkindergarten Tatatuck: Im Zentrum Artos genossen rund 200 Personen Lieder von Tinu Heiniger und den Auftritt der Waldkinder.

Liedermacher Tinu Heiniger neben Leiterin Marianne Tschan mit ihrem Team Numo Coraia (l.) und Anuschka Stüdle (r.) sowie den Kindern.

Liedermacher Tinu Heiniger neben Leiterin Marianne Tschan mit ihrem Team Numo Coraia (l.) und Anuschka Stüdle (r.) sowie den Kindern.

(Bild: Monika Hartig)

«Der Wald ist die grüne Lunge der Erde und ein unglaublich schöner Lebensraum. Es ist wichtig, Kindern den Wald möglichst nahe­zubringen», sagte Grossrat Peter Flück. An die 200 Personen waren ins Interlakner Zentrum Artos gekommen, um mit dem Waldkindergarten Tatatuck (Ringgenberg) sein 15-Jahr-Jubiläum zu feiern.

«Das Lied ‹Im Wald›, das ich kürzlich geschrieben habe, passt ganz gut zu euch», fand Liedermacher und Mundartsänger Tinu Heiniger und sang zum Gitarrenspiel: «Wenn Frage mi plage, gani jetz ii Wald, dort verzellen ig de Bäum mini Sorge, mini Träum...» Heiniger stammt aus dem Emmental und lebt in Schöftland.

Zur Freude der Zuschauer sang der Barde auch einige Songs von Mani Matter, so etwa «I han es Zündhölzli azündt». Die Waldkinder sangen gerne mit. Witzig erzählte Heiniger etwa, wie er als Bub mit dem Grossvater in Wald und Flur unterwegs war: «Grossvater erklärte gerne ungefragt fremden Leuten lang und breit die Berge – eine Saumode!»

Danach traten die Waldkinder mit Leiterin Marianne Tschan auf. Die Mädchen und Buben waren als Hahn, Katze, Hund oder Räuber verkleidet und geschminkt. Ihre Kostüme hatten sie selbst gebastelt. Die Kleinen sangen «Wir sind Vaganten, Stadtmusikanten...» Jedes Kind trug einen Stock mit Beutel. So gingen sie durch die Zuschauerreihen und sammelten ihre Kollekte ein, die in eine grosse Schatzkiste geworfen wurde.

Familienfotografin Angela Weibel berichtete, wie sie die Waldkinder eine Zeit lang in ihrem Alltag begleitet hatte. Dabei gelangen ihr tolle, spontane Aufnahmen. Einige davon hängen nun noch für eine Woche an den Wänden des Zentrums Artos.

Berner Oberländer

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