Reichenbach

Was für ein Theater

ReichenbachSieben Mitglieder der Landjugend Niesen führen «Mann oh Mann» auf. Der Regisseur und auch die Bewohner des Altersheims waren mit der Premiere sehr zufrieden und freuten sich über den lustigen Einakter.

Ein Mann  zwischen zwei Frauen: Anton Weber flankiert von ­seinen zwei Ehe­frauen Hanna und Trudy.

Ein Mann zwischen zwei Frauen: Anton Weber flankiert von ­seinen zwei Ehe­frauen Hanna und Trudy. Bild: Rösi Reichen

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Die Landjugendgruppe Niesen spielt in drei öffentlichen Vorstellungen den Einakter «Mann oh Mann» von Claudia Gysel. «Oft werden Einakter unterschätzt. Für die Laienschauspieler ist es eine grosse Leistung, während einer Stunde nonstop auf der Bühne zu stehen. Da muss der Text sitzen», lobte Regisseur Simon Urfer die siebenköpfige Gruppe. Der zeitliche Aufwand sei hoch, aber das Team harmoniere. Zudem sei das Theaterspielen auch eine gute Lebensschule.

«Lustig und kurz»

Wie schon letztes Jahr fand der erste Auftritt vor Zuschauern im Haus Reichenbach statt, was die Leiterin Franziska Schranz freute, die Abwechslung und Generationen übergreifende Veranstaltungen schätzt. Zahlreiche Bewohner des Altersheims wollten den Einakter sehen, lachten und freuten sich an den jungen Leuten und dem Stück.

Eine Zuschauerin: «Es war lustig, kurz und wunderbar gespielt.» Eine Kollegin lobte: «Es war gut, und ich habe es gut verstanden.» Und der 95-jährige Hans Probst meinte über den Casanova des Stückes achselzuckend: «Der ist selber schuld, dass sein Schwindel aufgeflogen ist.»

Doch worum gehts? Anton Weber (Simon Pfäffli) hat eine zweiwöchige Kreuzfahrt gewonnen. Das Schiff ist vor Honolulu mit Mann und Maus untergegangen. Schon eine Woche nach dieser Nachricht beantragt seine Frau Hanna (Andrea Zurbrügg) die Auszahlung der mit zwei Millionen Franken dotierten Lebensversicherung. Jetzt fliegt der Schwindel auf. Weber hat vor fünf Jahren zwei Frauen am gleichen Tag geheiratet, die eine hiess Trudy (Eliane Pfäffli), die andere Hanna.

Die Versicherungsagentin (Carla Steiner) informiert Hanna über die Existenz der zweiten Gattin und verweigert die Auszahlung. Die beiden Frauen treffen sich, lästern über ihren Gatten und seine schlechten Manieren und Charaktereigenschaften. Sie wollen vor allem Geld.

Darum sind sie gar nicht erfreut, als er quickfidel und lebendig wieder auftaucht...

Auftritte im Kirchgemeindehaus: Freitag, 19. Januar, 20 Uhr, Unterhaltung mit Oppliger Rüedu, Barbetrieb; Samstag, 27. Januar, 20 Uhr, mit Jodlerklub Flüehblüemli, Kiental, und Schwyzerörgelitrio Furggiblick, Gewinnspiel und Bar; Sonntag, 28. Januar. 13.30 Uhr, mit musikalischer Unterhaltung. (Berner Oberländer)

Erstellt: 16.01.2018, 07:55 Uhr

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