Thun will in Klingnau Zweisimmen besiegen

28 Jasserinnen und Jasser nahmen am Qualifikationsspiel zum «Donnschtig-Jass» in Klingnau in der Alten Reithalle in Thun teil. Jugendliche Jassspielende können sich aber bei der Stadt immer noch melden.

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Am 5. Mai führt das Schweizer Fernsehen den Donnschtig-Jass in Klingnau AG durch. 28 versierte Jasserinnen und Jasser spielten in der Alten Reithalle in der Expo-Halle in Thun um eine Teilnahme.

Gerne hätten die Verantwortlichen mehr Spielende begrüsst. «Wir kennen viele gute Jasserinnen und Jasser in unserer Stadt, aber die meisten spielen den Schieber, andere wiederum sind wohl etwas kamerascheu oder befürchten, sich zu blamieren», sagte Ines Attinger, die als Projektleiterin die Anmeldungen erfasst hat.

Trotz ihrem Einsatz sei es nicht gelungen, Jugendliche zu einer Teilnahme zu ermuntern. Sie habe Schulen und Vereine angeschrieben – ohne Erfolg. Eine Teilnahme ist jedoch noch möglich. Die Stadt sucht weiterhin nach den besten jugendlichen Jasserinnen oder dem besten ­jugendlichen Jasser aus Thun. Wer Interesse hat, kann sich bei der Abteilung Stadtmarkerting und Kommunikation melden.

Differenzler mit Ansage

Gespielt wird beim «Donnschtig-Jass» jeweils der Differenzler mit verdeckter Ansage. «Es ist der am besten geeignete Jass fürs Zeigen am Fernsehen.

Dem Publikum wird das Blatt des qualifizierten Spielers und seine Ansage gezeigt», erklärte der Jassleiter des Abends, Andreas Balsiger vom Eidgenössischen Differenzler-Jass-Verband (EDJV). Dadurch habe das Publikum die Möglichkeit, in Gedanken mitzuspielen und die Spannung unmittelbar mitzuerleben.

Klingnau wäre der Hit

Für das Qualifikationsturnier waren gemäss Reglement des Schweizer Fernsehens nur in Thun Wohnhafte zugelassen. Urs Winkler, auf dem Land aufgewachsen, hat sich schon von Kindesbeinen an mit dem «Schweizer Nationalsport» befasst.

Nach «Tschou Sepp» sei daheim meistens der Schieber, der Butzer und mit Vorliebe der Pandur gespielt worden. Mit dem Differenzler habe er sich vor allem am Fernsehen angefreundet, erklärte er. «Das wär der Hit, wenn ich mich für Klingnau qualifizieren könnte», äusserte er sich. Das ist ihm je-doch nicht gelungen.

Mit von der Partie war auch einer, der ständig in Ranglisten auftaucht – der passionierte Differenzler-Spieler und Gründer der EDJV-Sektion Thun-Allmendingen, Harri Fuhrer.

Stadtpräsident Raphael Lanz nahm die Gelegenheit wahr, dem «Profi» ein Weilchen über die Schulter zu gucken. Martin Marggi, ebenfalls ein «angefressener» Jasser, organisiert und leitet Jassanlässe in der Region und freute sich letztlich über seine Qualifikation.

Die Frauen im Vormarsch

In den letzten Jahren haben sich immer mehr Frauen in der Män-nerdomäne etabliert. So auch Beatrice Bürki. Sie nehme einfach aus Plausch am Turnier teil. Früher habe sie gerne und oft mit den Eltern Karten gespielt.

Heute spiele sie mit Freunden vorwiegend den Schieber oder übe am iPad den Differenzler. Das Üben hat sich gelohnt, denn sie wurde als «Beste Frau am Tisch» ausgezeichnet.

Jassleiter Balsiger bedankte sich abschliessend für den disziplinierten Spielverlauf. «Ich habe noch nie ein Turnier geleitet, das so ruhig und friedlich verlaufen ist», lobte er.

Mitverantwortlich dafür waren auch die Mitglieder des Boccia-Clubs Thun, welche sich als Schreiberinnen und Schreiber zur Verfügung gestellt hatten. Ines Attinger hofft, dass möglichst viele Fans die vier Qualifizierten in Klingnau unterstützen werden.

Den ersten bis dritten Rang be­legten in dieser Reihenfolge und vertreten Thun: ­Claudia Balmer, Beat Wild und ­Martin Marggi. Béatrice Bürki ist die beste Dame am Tisch hinter der Gesamtsiegerin. (Berner Oberländer)

Erstellt: 01.05.2018, 21:01 Uhr

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