TALK AG startet im September – ohne Lenk

Die Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg (TALK) wird am 1. September gegründet. Der Verwaltungsrat hat erste Entscheide im Marketing gefällt.

Im September startet die TALK AG. Lenk (auf dem Bild) ist nicht dabei.

Im September startet die TALK AG. Lenk (auf dem Bild) ist nicht dabei. Bild: Bruno Petroni

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Die Destinationsverdichtung Adelboden-Lenk-Kandersteg und damit die TALK AG wird Realität: Zu diesem Schluss kommt die entsprechende Arbeitsgruppe, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt.

Demnach haben Mitglieder der Begleitgruppe aus Gemeinde­räten, Vorständen der Tourismusvereine des Engstligen- und des Kandertals sowie Vertreter der Bergbahnen, der Hotellerie und des Gewerbes dem Konzept zuggestimmt.

Türe bleibt offen

Letzteres sieht vor, dass am ­vereinbarten Verteilschlüssel für die Aktien festgehalten wird und sich daran die Tourismusorga­nisationen aus dem Simmental nicht beteiligen werden. Die Lenk bleibe aber sowohl über die Skiregion Adelboden–Lenk als auch über die touristischen Leistungsträger (Hotellerie, Gewerbe) eingebunden.

Ein nachträgliches Dazukommen der Simmentaler Tourismusorganisationen bleibe nach deren Nein zur TALK AG aber jederzeit möglich.

Festhalten will die TALK AG an ihrem designierten Verwaltungsrat: Roland Berger (Präsident, Hotellerie), Markus Hostettler (Adelboden/Bergbahnen), Pascal Frei (Adelboden/Erlebnisse), ­Toni Brand (Lenk/Gewerbe), Jürg Zjörien (Lenk/Bergbahnen und Gewerbe), Heiner Schwarzenbach (Reichenbach/Zweitwohnungsbesitzer) und Christoph Wandfluh (Kandersteg/Hotellerie und Bergbahnen).

Erste Entscheide

«Wir freuen uns, dass es nun ­endlich losgeht», ist der Medienmitteilung zu entnehmen. Unterstrichen wird dies unter anderem mit aktuellen Entscheiden des Verwaltungsrates. Letzterer hat sich zum Ziel gesetzt, die Verkaufsbemühungen nicht nur auf den nationalen und den europäischen Markt zu beschränken, sondern auch international tätig zu werden.

Wie gestern Urs Pfenninger, designierter Direktor der TALK AG, auf Anfrage sagte, möchte der Verwaltungsrat Märkte in Ländern wie Indonesien, Thailand und Malaysia erschliessen – und auch in den Vereinigten Staaten Kunden für die Region gewinnen.

Zu diesem Zweck stünden Marketinggelder in der Höhe von rund 100 000 Franken zur Verfügung. Klar sei zudem, dass man keinen eigenen Verwaltungsapparat aufbauen will, sondern mit Marketingexperten in den je­weiligen Ländern zusammenarbeiten will.

Gegründet werden soll die TALK AG per 1. September dieses Jahres. (hau)

Erstellt: 07.07.2017, 11:48 Uhr

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