Erlenbach

Stockhorn – ein Berg fährt Zug

Erlenbach84 Tonnen schwer, 18,5 Meter lang und 4,5 Meter hoch: Am Samstag wurde in ­Erlenbach eine neue BLS-Lokomotive feierlich auf den Namen Stockhorn getauft.

Die beiden Gotti Dora Andres und Esther Hofer taufen die Lok auf den Namen Stockhorn.

Die beiden Gotti Dora Andres und Esther Hofer taufen die Lok auf den Namen Stockhorn. Bild: Kerem S. Maurer

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Bei schönstem Wetter und guter Stimmung tauften die Stockhornbahn AG und die BLS gemeinsam eine Lok 465-016 auf den Namen Stockhorn. Stolz trägt die Lok auf beiden Seiten wunderschöne Panoramabilder der Stockhornbahn und des atemberaubenden Bergpanoramas, das sich vom Gipfel aus bietet. In den kommenden zehn Jahren soll die Lok auf dem Schienennetz der BLS für den markanten Voralpengipfel werben, «den man sogar vom Mittelland und vom Jura aus sieht», sagte Sandro Borelli, Leiter Marketing bei der BLS, in seiner Ansprache.

Borelli betonte das gelungene Zusammenspiel zwischen der BLS, welche die Unterländer im Sommer aus der Stadthitze in die Voralpenfrische bringe, und der Bergbahn im Simmental. Er dankte der Stockhornbahn, dass sie Berg und Tal so verlässlich verbinde. «Im Grunde sind es doch Verbindungen mit den Menschen, die dem Leben seinen Wert geben», schloss er seine ­Rede.

Glücksbringer im Führerstand

Pünktlich um 14.38 Uhr fuhr die Lok unter freudigem Applaus der zahlreich erschienenen Gäste und Schaulustigen auf Gleis 1 in Erlenbach ein. Dora Andres, Verwaltungsrätin der Stockhornbahn AG und Präsidentin des Vereins Freunde des Stockhorns, übernahm zusammen mit Esther Hofer, BLS-Reisebegleiterin, die Patenschaft für die Lok.

Andres überreichte Borelli den «Gotte-Batzen», einen Fünfliber aus dem Jahr 1968, dem Geburtsjahr der Stockhornbahn, mit dem Wunsch, diesen im Führerstand der Lok auf allen Fahrten mitzuführen. Taufpatin Esther Hofer ihrerseits war froh, das 84 Tonnen schwere Taufkind nicht über ein Taufbecken halten zu müssen, und las den Taufzettel vor: «Liebe Stockhorn-Loki, von Herzen wünsche ich Dir allzeit gute, unfallfreie und erlebnisreiche Fahrt.»

«Eines Tages in Zürich»

Alfred Schwarz, Geschäftsführer der Stockhornbahn AG, freute sich, dass die BLS bereits eine Erweiterung ihrer Fernverkehrs­linien beantragt hat, und orakelte, dass man die Stockhorn-Lok vielleicht eines Tages in Zürich, Basel oder Neuenburg antreffe. Musikalisch umrahmt wurde der festliche Anlass von Alphorn Experience.

(Berner Oberländer)

Erstellt: 07.05.2018, 08:12 Uhr

Sonderausstellung im Agensteinhaus

Eine ausgediente Kabine der Stockhornbahn weist beim Museum Agensteinhaus in Erlenbach als «Blickfang und Aufmerksammacher auf die Sonderausstellung zum 50-jährigen Bestehen der Stockhornbahn hin», sagt Res Künzi, Co-Museumsleiter. Wie lange die Kabine dort stehe, sei noch nicht ­abgemacht. Die Ausstellung dokumentiert mit Fotografien, ­Texten, Gegenständen und Filmen die bewegte Geschichte der Stockhornbahn. Man habe viele Hochs und Tiefs durchlebt, erinnerte sich Res Künzi und ist froh, dass die Bahn heute auf gesunden Beinen steht. Zeitdokumente, Einträge in Gästebücher und viel Nostalgisches vermitteln einen spannenden Eindruck in 50 Jahre Seilbahngeschichte. Die Ausstellung, die noch bis zum 30. Oktober geöffnet ist, sei selbsterklärend.

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