Mülenen

Pyramide setzt auf Nachhaltigkeit

Mülenen Als erste Bergbahn im Berner Oberland beteiligt sich die Niesenbahn an der Klima-Nachhaltigkeitsstrategie «Cause We Care». Ziel: Klimaschutz vor Ort.

Setzt künftig verstärkt auf Öko: Die Niesenbahn plant den Bau einer Fotovoltaikanlage für das Berghaus (Bildmitte unten).

Setzt künftig verstärkt auf Öko: Die Niesenbahn plant den Bau einer Fotovoltaikanlage für das Berghaus (Bildmitte unten). Bild: Bruno Petroni

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Kohlenstoffdioxid, genannt CO2, ist derzeit allerorts – auch bei der Niesenbahn AG – das Zauberwort: Als erstes Bergbahnunternehmen des Berner Oberlandes schliesst sich die Niesenbahn den Reka-Ferien, Schweizer Jugendherbergen und anderen touristisch ausgerichteten Anbietern an, die sich an der Initiative «Cause We Care» beteiligen.

«Ein wirkungsvoller Hebel»

Und so funktioniert die Aktion: Die Niesenbahn bietet ihrer Kundschaft ab sofort beim Kauf von Gutscheinen für das nächste Betriebsjahr die Möglichkeit, freiwillig einen kleinen Betrag in der Grössenordnung eines Prozents des Kaufpreises in Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu investieren.

Die Bahn wird die eingegangenen Beträge verdoppeln und im selben Umfang in einen zweckgebundenen Fonds einzahlen. Zusammen mit den verbliebenen Kundenbeiträgen werden aus dem Fonds Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmassnahmen vor Ort finanziert. Im Rahmen des Programms übernehmen also Kunden die Mitverantwortung für ihren CO2-Fussabdruck und stossen gleichzeitig den lokalen Wandel an.

Es sei aber natürlich nicht so, dass mit diesen Klimabeiträgen die bevorstehende, auf über sechs Millionen Franken budgetierte Sanierung des Berghausrestaurants finanziert werden solle. «Die wenigen Zehntausend Franken werden aber ein wirkungsvoller Hebel sein, für eigene Massnahmen und ein nationales Projekt etwas auszulösen. Sprich, CO2 zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren und zu kompensieren», sagt Urs Wohler.

Der Geschäftsführer der Niesenbahn will mit «Cause We Care» agieren, statt nur zu reagieren oder gar mit dem Finger auf andere zu zeigen; denn er kennt den bisherigen ökologischen Fussabdruck seines Unternehmens genau: «Dieser beträgt aktuell rund 400 Tonnen CO2. Diese Menge entspricht dem CO2-Wert von rund achtzig Einfamilienhäusern mit Ölheizung – oder 166 Retourflügen nach New York.» Um die Jahresproduktion von 400 Tonnen CO2 kompensieren zu können, müssten laut Wohler 400 Buchenbäume 80 Jahre lang wachsen. «Wir haben eine erste Ökobilanz im Verlaufe dieses Jahres erstellen lassen», so Urs Wohler.

Unser ökologischer Fussabdruck beträgt aktuell rund 400 Tonnen CO2. Dies entspricht rund 80 Einfamilienhäusern mit Ölheizung.»Urs Wohler, Niesenbahn-Chef

Auch klimafreundliche Menüs

Dem Geschäftsführer ist es mit der Aktion «Cause We Care» ernst: «Bei jedem Investitionsschritt prüfen wir klimaspezifische Anliegen. So sehen wir beim Berghaus nächstens den Aufbau einer Fotovoltaikanlage für 200 000 Franken vor. Mit der BKW konnten wir zudem per Anfang 2018 einen neuen Vertrag ausarbeiten, der uns künftig den Bezug der erforderlichen 265 000 Kilowattstunden elektrischen Stroms ausschliesslich aus Wasserkraft garantiert.»

Selbst bei der Gestaltung der Menükarte im Berghaus wolle man auf klimafreundliche Menüs hinweisen. Und auch an der nationalen Aktion «Bike to Work» will sich die Niesenbahn nächstes Jahr beteiligen, bei der die Belegschaft nach Möglichkeit per Velo zur Arbeit fährt. (Berner Oberländer)

Erstellt: 02.12.2017, 06:37 Uhr

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