Jetzt gehts vorwärts mit dem Museum

Kandersteg

Initianten laden Interessierte zum Workshop ein, um Wünsche und Erwartungen ins Konzept zu integrieren.

Sie glauben an den Erfolg (hintere Reihe v.l.): Maja Luder, Sekretärin; Patrick Jost, Gemeinderat; Rudolf Schorer, (vordere Reihe v.l.) Claudia Glass; Doris Wandfluh, Leiterin Tourist Center; Jürg Thum, zukünftiger Museumsleiter; Susann Jost.

Sie glauben an den Erfolg (hintere Reihe v.l.): Maja Luder, Sekretärin; Patrick Jost, Gemeinderat; Rudolf Schorer, (vordere Reihe v.l.) Claudia Glass; Doris Wandfluh, Leiterin Tourist Center; Jürg Thum, zukünftiger Museumsleiter; Susann Jost.

(Bild: Jakob Sarbach)

Ziel eines Museums sei es, materielle und immaterielle Zeugnisse zu einem bestimmten Thema fachgerecht und dauerhaft aufzubewahren und den Besuchern zugänglich zu machen, lehrt Wikipedia. Vor diesem Hintergrund hat der Heimat- und Kulturverein VertreterInnen aus Gemeinde, Tourismus, Gewerbe, Wirtschaft und Bildung zu einem Workshop eingeladen, «um ihnen einen Einblick in den Prozess der Neugestaltung des Museums Kandersteg zu geben».

Ein Museum darf nicht mit Staub und Modergeruch in Verbindung gebracht werden, sondern soll eine Plattform für Diskussionen bieten und ein Ort der lebendigen Auseinandersetzung mit dem Einst und Jetzt sein, hiess es an dem Abend. Ein Mix aus historischen und aktuellen Themen soll kulturelle Begegnung ermöglichen.

Präsident will vorhandenes Wissen anzapfen

Der Präsident, Rudolf Schorer, begrüsste eine Schar motivierter Personen «in den heiligen Hallen» des neuen Museums; die Liegenschaft «Äussere Dorfstrasse 146» hatte die Gemeinde kürzlich vom Bund käuflich erworben. Er wolle vorhandenes Wissen anzapfen mit dem Ziel, die drei vorhandenen Museen (Geschichte des Kandertals, Pfadfindermuseum, Dorfmuseum) unter einem Dach zu vereinen.

Die Museologin Claudia Glass fordert, das neue Museum müsse alle ansprechen – im Wesentlichen auch Kinder – und zu einem Attraktionspunkt in Kandersteg werden. Gerade beim Thema «Verkehr» habe der Ort mit der Entwicklung «vom Säumerpfad zur Neat» Entscheidendes beizutragen.

Unabdingbar: Zielgerichtete Kommunikation

Dr. Susann Jost, Geschäftsführerin der Museen des Kantons Bern, sagt, es gelte «das Zielpublikum zu definieren» und das heisse, Angebote zu entwickeln; Inhalte und Themen gäben den Ton an, Angebote und Vermittlung begännen mit der Gestaltung der Ausstellung; eine «zielgerichtete Kommunikation» sei unabdingbar. «Was hebt uns von andern Angeboten ab, was haben wir Besonderes?», seien wegweisende Fragen. Der Bevölkerung zu zeigen, dass sie einen historischen Boden habe, mithin Geschichte alle angehe, sei die Aufgabe.

Im anschliessenden Workshop spielten die einen die Einwohner, die anderen die Touristen und die dritten die Pfadfinder; alle formulierten ihre Vorschläge, Wünsche und Anregungen, welche ins Gesamtkonzept einfliessen sollen. Es gehe im Grunde genommen darum, durch die Vergangenheit die Gegenwart besser zu verstehen und damit das Hier und Jetzt zu gestalten, hiess es.

Berner Oberländer

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