Gstaader Bergbahnen im Aufwärtstrend

Zweisimmen

Stolz präsentierte die Bergbahnen Destination Gstaad AG ihre Zahlen anlässlich ihrer Generalversammlung vom vergangenen Samstag. Der Turnaround sei geschafft, nun leite man eine Vorwärtsstrategie ein.

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Die Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) AG konnte ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3 Millionen auf knapp 27 Millionen Franken steigern. Der Gewinn stieg von 115 000 auf 281 000 Franken, und auch die Ebitda-Marge (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) kletterte von 22 auf 27 Prozent und kommt damit dem Branchenrichtwert (30 bis 35 Prozent) einen guten Schritt näher.

Dementsprechend gut war die Stimmung an der Generalversammlung in der Simmental-Arena.«Wir haben den Turnaround realisiert, und ich bin stolz und zufrieden mit unserem Unternehmen», sagt BDG-Verwaltungsratspräsident Heinz Brand.

Als Gründe für das gute Geschäftsergebnis nannte er gelungene Umstrukturierungsmassnahmen, die konsequente Einhaltung des Sanierungskonzeptes und die breite Unterstützung der Region.

Mehr Gäste im Winter

Aber nicht nur: Die Rahmenbedingungen für den Wintersport seien hierzulande nach wie vor sehr schwierig. Dennoch konnte die BDG eine positive Entwicklung bei den Ersteintritten vermelden. Diese Zahl stieg von 428'747 im Vorjahr auf 486'048.

Für das kommende Jahr hofft man sogar auf über eine halbe Million Ersteintritte. Auch der schnee­reiche Winter habe zusammen mit den modernen Beschneiungsanlagen wesentlich zum guten Ergebnis mit beigetragen, ist Brand überzeugt und BDG-Geschäftsführer Matthias In-Albon unterstrich die Nachhaltigkeit der technischen Schneeproduktion im Saanenland.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurde gemäss Geschäftsbericht die Beschneiungsinfrastruktur im Gebiet Saanersloch-Hornberg-Horneggli erneuert. Über hundert moderne Schneeerzeuger sorgten künftig auch im sogenannten Grenztemperaturbereich für eine effiziente technische Beschneiung. «Wir nutzen keine Chemie. Kunstschnee besteht nur aus Luft und Wasser», erklärt In-Albon.

Genutzt oder verbraucht?

Aber nicht nur: «Kunstschnee braucht sehr viel Wasser, sehr viel Energie und sehr viel Geld», hiess es in einem Filmausschnitt von «10 vor 10», der gezeigt wurde, um über die neue Technologie der GPS-gestützten Pistenpräparierung zu informieren.

Jedes BDG-Pistenfahrzeug sei mit einem Schneehöhenmesssystem ausgerüstet, welches die Schneehöhe unter dem Fahrzeug bis auf wenige Zentimeter genau messe, wodurch der Schnee effizient verteilt werden könne. Damit habe man bis zu 20 Prozent Kunstschnee oder rund 300 000 Franken für Wasser, Strom und Diesel sparen können.

Für die BDG heisse es Wassernutzung, der WWF spreche von Wasserverbrauch für den Kunstschnee, sagt In-Albon und impliziert damit die Frage, woher die BDG ihr Wasser nimmt. «Das pumpen wir direkt aus der Saane in unseren einzigen Speichersee», erklärt Heinz Brand.

Dieser sei voll und für die Wintersaison gerüstet. Mit der Trockenheit auf einigen Alpweiden im Saanenland in diesem Sommer habe dies nichts zu tun. Das Unternehmen gibt an, die Investitionen von über 10 Millionen Franken für die technische Beschneiung in den letzten Jahren hätten sich gelohnt.

Porsche-Gondeln am Eggli

Nicht nur in die Beschneiung investiert das Unternehmen kräftig, sondern auch in seine Bahnen. Nachdem die Saanerslochbahn für 30 Millionen neu gebaut worden ist und als Weltneuheit den Betrieb in der kommenden Saison aufgenommen haben wird, soll – wenn mit den Genehmigungen alles glatt läuft – im kommenden Februar mit dem Bau einer neuen 10er-Gondelbahn am Eggli gestartet werden.

Diese neuen Panoramagondeln, entwickelt vom Porsche-Design-Studio Zell am See, sollen Technik mit Komfort und Stil verbinden und sich deutlich von herkömmlichen Gondeln unterscheiden. Die BDG scheut weder Mühe noch Kosten, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Auch das Sommergeschäft soll weiter kräftig angekurbelt werden. Familienerlebnisse, Wandern und die Berggastronomie bilden dabei die Hauptpunkte.

Die Werte der BDG dazu: «Vielfältig, genussorientiert, kundenfreundlich und authentisch.»

Berner Oberländer

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