«Eine der schönsten Gewerbeausstellungen»

Interlaken

Die 50. IGA ist eröffnet. OK-Präsident Daniel Künzler blickte in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Ausstellung.

Präsident Daniel Künzler anlässlich der IGA-Eröffnung. Das Gewerbe präsentiert sich in Interlaken.<p class='credit'>(Bild: Bruno Petroni)</p>

Präsident Daniel Künzler anlässlich der IGA-Eröffnung. Das Gewerbe präsentiert sich in Interlaken.

(Bild: Bruno Petroni)

Gold, Stukkaturen und Kronleuchter: Das Organisationskomitee der 50-jährigen Interlakner Gewerbeausstellung IGA empfing seine Eröffnungsgäste im Ballsaal des Kursaals Interlaken. Mit jazzigen Evergreens, gespielt von Stefan Dorner am Klavier und Kurt Brunner an der Trompete. Und ohne offizielle Festreden eines Politikers oder eines hohen Verbandsvertreters, wie es in früheren Jahren üblich war.

Ehrung für Initianten

OK-Präsident Daniel Künzler begann seine Festansprache mit einem Zitat des ehemaligen Oberländischen Volksblatts von 1956: «Die gemeinsame Weihnachtsausstellung wird alle überraschen.» Überrascht wurden damals zum Beispiel die Hausfrauen mit neuen Gerätschaften, die ihnen das einheimische Gewerbe vorstellte. 1976 gabs, nach einem Unterbruch, einen fulminanten Neustart der IGA. Daniel Künzler ehrte Peter Bhend und Rolf Moser, zwei der Initianten. «Damals wurde eine solide Basis gelegt», sagte er. «Das Erfolgsrezept war, dass das Bewusstsein geweckt wurde, dass kleinere und mittlere Unternehmen in der Region viele Fähigkeiten haben und gute Qualität anbieten.»

Im Garten

Seit 1977 findet die IGA im Kursaal Congress Centre Interlaken statt. «Dieses Jahr ziehen wir den Aussenbereich mehr mit ein, den Kursaalgarten als Attraktion», sagte Künzler. Die IGA werde so sichtbarer und könne zusätzliche Gäste anlocken. 1956 hatte sie 40 Aussteller und zog 5100 Besucher an, aktuell hat sie rund 100 Aussteller, und erwartet werden 10'000 bis 20'000 Eintritte. «Der Kursaal ist für uns ein Glücksfall, die IGA wird auch dadurch eine der schönsten, wenn nicht gar die schönste Gewerbeausstellung», lobte der OK-Präsident den Ort des Geschehens. Er erinnerte daran, dass es letzten Endes aber an den Ausstellern liege, wie attraktiv eine Ausstellung sei.

Kinder und Jugendliche

Das Organisationskomitee sieht sich als nicht kommerzieller Dienstleistungsbetrieb, offen für neue Ideen, aber ohne Anspruch, «jedes Jahr das Rad neu zu erfinden. Im Gegensatz zu andern Gewerbeausstellungen dieser Grösse habe die IGA eine gesunde Basis und werde auch in Zukunft zeigen können, wie vielfältig das Angebot in der Region ist. Künftig wird die IGA ihre langjährigen Aussteller ehren.

Von Anfang an dabei war die Firma Rugenbräu AG. Da die IGA auf Wunsch des Kursaals jetzt im Oktober und nicht wie früher im stillen Interlakner November stattfindet, wars naheliegend, dass kein Eröffnungsband durchschnitten wurde: Künzler zapfte mit drei Schlägen ein Fässchen Festbier an.

Der Präsident wies seiner Ansprache ausdrücklich darauf hin, dass die IGA seit jeher eine Attraktion für Kinder war, mit kleinen Giveaways und speziell auf sie zugeschnittenen Anlässen. So soll es auch in Zukunft bleiben. Die Sonderschau gestaltet dieses Jahr das Bildungszentrum Interlaken BZI, und Vizerektor Markus Schlegel klopfte vor der Vorstellung seiner Schule, an der 20 Berufe gelernt werden können, ans Mikrofon und sagte «Mississippi». So hat es jeweils Polo Hofer gemacht.

Peter Michel, Präsident Landesteilverband Interlaken-Oberhasli der Berner KMU, Interlakner Gemeinderat und Ausstellungsgestalter, zeigte anhand von Fernsehen und Handy, was technisch alles passiert ist, während Jahr für Jahr die IGA stattfand.

Geöffnet ist die IGA noch bis zum 21. Oktober, und zwar heute und Freitag von 14 bis 22 Uhr, am Samstag von 12 bis 22 Uhr und Sonntag von 12 bis 18 Uhr.

Berner Oberländer

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