St. Stephan

Ein Meilenstein für die Wasserversorgung

St. StephanDie Gemeinde St. Stephan hat die Gegendruckturbine des Trinkwasserkraftwerks und des neuen Reservoirs Matten vor kurzem in Betrieb genommen. Dazu wurde am Dienstag das Ausgleichsbecken Lee angeliefert.

Das Ausgleichsbecken Lee wird durch einen Sattelschlepper angeliefert. Auf dem Bild ist das erste von drei
Elementen zu sehen, die zusammengeschweisst eine Länge von 24 Metern erreichen werden.

Das Ausgleichsbecken Lee wird durch einen Sattelschlepper angeliefert. Auf dem Bild ist das erste von drei Elementen zu sehen, die zusammengeschweisst eine Länge von 24 Metern erreichen werden. Bild: zvg

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Die Gemeinde St. Stephan hat im Bereich Wasserversorgung einen Meilenstein gesetzt: Einerseits konnte vor gut einer Woche das Trinkwasserkraftwerk Matten ans Netz angeschlossen werden. Andererseits wurde am Dienstag das vorfabrizierte Ausgleichs­becken geliefert. «Es besteht aus drei Elementen, die zusammengeschweisst werden und eine Länge von 24 Metern haben», ­erklärt Andreas Schopfer, technischer Leiter der Gemeindeverwaltung. Die drei Elemente wurden auf ebenso vielen Sattelschleppern hertransportiert.

Am Dienstag geht es los

Mit den Arbeiten für das Ausgleichsbecken Lee wurde bereits Anfang März begonnen. Der Start für die Arbeiten mit dem Leitungsbau vom Lee bis Grodey und dem neuen Turbinengebäude Grodey wird am Dienstag, 5. April, erfolgen und rund drei Monate dauern. Die Inbetriebnahme des Trinkwasser-Überlauf-Kraftwerks Grodey ist diesen Herbst vorgesehen. In der zweiten Jahreshälfte werden die Arbeiten für die Erneuerung der Leitung von der Mattenhalte bis zur Kantonsstrasse aufge­nommen.

Um Synergien zu nutzen und Kosten einzusparen, werden im Gebiet Mattenhalte und im äusseren Dorfkern Matten gleichzeitig die Abwasseranlagen saniert. Während der Bauarbeiten wird es zu Verkehrsbeschränkungen und Sperrungen von Verkehrswegen kommen, teilt der Gemeinderat weiter mit. Zudem ist mit Baustellenverkehr zu rechnen.

Gesamtprojekt von 12 Millionen

Zurück zum am 22. März in Betrieb genommenen Trinkwasserkraftwerk mit Gegendruck-Peltonturbine und dem neuen Reservoir Matten. Dieses hatte sich aufgedrängt, weil verschiedene Anlagen der Wasserversorgung in der Gemeinde St. Stephan die Lebensdauer erreicht haben oder nicht mehr den heute geltenden Vorschriften entsprechen.

Das ausgearbeitete Gesamterneuerungsprojekt, das neben den Anlagen in Matten und Grodey auch den Zusammenschluss mit der Lenk (2016/2017) vorsieht, ist laut Andreas Schopfer und Gemeindeschreiber Beat Zahler mit 12 Millionen Franken veranschlagt. Der Zusammenschluss mit Zweisimmen ist in einem nächsten Schritt geplant und soll bis 2018/2019 realisiert sein.

Nach einer langen Planungsphase konnte vor einem Jahr mit den Bauarbeiten für das Trinkwasserkraftwerk und dem Reservoir Matten begonnen werden, schildert der Gemeinderat das Vorgehen. Bis Ende November 2015 wurde die Zulaufleitung Müliport-Mattenhalte erneuert und der Rohbau des neuen Reservoirs Matten erstellt. Im Winter erfolgten die Innenausbauarbeiten.

Vor acht Tagen konnte das Trinkwasserkraftwerk ans Netz angeschlossen werden, das mit einer voraussichtlichen mittleren Jahresproduktion von 300'000 kWh/a einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung mit erneuerbarer und einheimischer Energie leistet. Nach der Turbinierung fliesst das Trinkwasser ins neue Reservoir Matten. Solange die Druckzonen nicht angepasst sind, gelangt das Trinkwasser anschliessend via Teilschacht und dem alten Reservoir Matten zu den Wasserbezügern. (sp/pd)

Erstellt: 31.03.2016, 06:06 Uhr

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