Ein Angebot für drei Schulen

Reutigen

Die Gemeinde führt mit Wimmis und Zwieselberg die Schulsozialarbeit ein.

Den Schülerinnen und Schülern von Reutigen wird neu eine Schulsozialarbeit zur Verfügung stehen (Archivbild).

Den Schülerinnen und Schülern von Reutigen wird neu eine Schulsozialarbeit zur Verfügung stehen (Archivbild).

(Bild: Patric Spahni)

In den letzten acht Monaten haben die Gemeinderäte von Reutigen, Wimmis und Zwieselberg ein Konzept für eine gemeinsame Schulsozialarbeit erarbeitet.

«Es wird ein immer grösserer Teil der Ressourcen verbraucht, um Kinder mit problematischem Verhalten zu betreuen», erklärte Ressortvorsteher Bildung und Kultur, Ernst Scheuermeier, den 100 anwesenden Stimmberechtigten.

Auf Basis von 50 Stellenprozent wird mit Bruttokosten von 72'000 Franken gerechnet. Nach Abzug der Kantonsbeiträge werden die 66'000 Franken auf die Gemeinden aufgeteilt.

Für Reutigen bedeutet das 16'068 Franken jährlich. Mit vier Gegenstimmen wurden die Anträge des Gemeinderats – Einführung der Schulsozialarbeit ab 1. August 2020, Kompetenz zur Weiter­führung oder Beendigung nach dreijährigem Pilotbetrieb und Abschluss des Vertrags mit der Sitzgemeinde Wimmis – angenommen. Damit sollen sich die Lehrkräfte mehr um den eigentlichen Unterricht kümmern können, was dessen Qualität erhöht.

Dorfstrasse wird saniert

Gemeinderat Christof Krebs erläuterte das Projekt Sanierung Dorfstrasse. Da die Sanierung auch aufgrund der Arbeiten für den Bau des Wärmeverbands fällig ist, wurde ein Kostenteiler vereinbart. 60 Prozent der Kosten trägt die Gemeinde, 40 Prozent der Wärmeverbund.

Auf die Frage aus der Versammlung, was denn mit der gefährlichen Einmündung Allmendstrasse geschehe, erklärte Krebs, dass man dafür die Polizei beiziehen werde. Der Bruttokredit von 212'000 Franken wurde mit grossem Mehr ohne Gegenstimme angenommen. Es wird mit einer Nutzungsdauer von 40 Jahren und jährlichen Folgekosten von 5'300 Franken gerechnet.

Ausgeglichener Steuerfuss

Bei gleichbleibender Steueranlage von 1,75 Einheiten wird im Budget Allgemeiner Haushalt 2020 mit einem Aufwandüberschuss von 68275 Franken gerechnet, im Gesamthaushalt einer von 87305 erwartet.

«Wir haben momentan einen Bilanzüberschuss von rund einer Million Franken und im Finanzplan bis 2024 ist keine Steuererhöhung zu erwarten, aber auch keine Senkung», erklärte Gemeinderat Thomas Klossner. Für 2020 sind Investitionen von insgesamt 807000 Franken vorgesehen. Das Budget wurde mit grossem Mehr angenommen.

Urs Gottier orientierte die Versammlung, dass die Einsprache des Bürgerkomitees vom 17. Juni gegen den Bau einer 5G-Antenne vom Regierungsstatthalter abgelehnt worden ist. Bei der BVE wurde Beschwerde gegen den Bauentscheid eingereicht.

Nun befasst sich der Gemeinderat mit einer Anpassung des Baureglements, da hat das letzte Wort jedoch das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR). Fritz Mani gab seinem Unverständnis Ausdruck, dass für den Singsaal im Schulhaus die Platzlimite von 200 Personen gilt. Das Problem sei bekannt, aber schwierig zu lösen, erklärte Scheuermeier.

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